100 Mitarbeiter: Umzug von Hessen nach Thüringen vollzogen

K+S weiht neues Forschungszentrum ein

Unterbreizbach. Fast zwei Jahre nach dem ersten Spatenstich ist gestern das 30 Millionen Euro teure Analytik- und Kaliforschungszentrum (AFZ) der K+S-Gruppe in Unterbreizbach offiziell eingeweiht worden.

Gemeinsam übergaben Thüringens Ministerpräsident Bodo Ramelow und der K+S-Vorstandsvorsitzende Norbert Steiner das AFZ seiner Bestimmung.

Der Neubau mitten im Werra-Kalirevier bietet für etwa 100 Wissenschaftler, Ingenieure und Fachkräfte auf 9000 Quadratmetern Nutzfläche moderne Labor- und Technikarbeitsplätze.

Im Vorfeld des Baus hatte es im benachbarten hessichen Kalirevier Unmut über die Verlagerung der Kaliforschung vom Standort Heringen über die Landesgrenze nach Thüringen gegeben.

Der Vorwurf: K+S sei dem Lockruf des Geldes erlegen. Für die Ansiedlung in Unterbreizbach habe das Land Thüringen bereits im Jahre 2012 eine Förderung des Gesamtprojekts in Höhe von 30 Prozent – also neun Millionen Euro – in Aussicht gestellt. Die Landesförderung für K+S in Hessen, am bisherigen Standort der Forschung, hätte dagegen bei lediglich 200.000 Euro gelegen.

Bereits im Mai 2012 habe es Gespräche zwischen dem damaligen hessischen Wirtschaftsminister Dieter Posch (FDP) und dem K+S-Vorstandsvorsitzenden Norbert Steiner zwecks Verlagerung der Kaliforschung über die Landesgrenze und die damit einhergehende allgemeine K+S-Standortsicherung im Werratal gegeben. Im September 2012 hätten sich dann auf höchster Ebene die beiden Bundesländer Hessen und Thüringen in dieser Angelegenheit geeinigt. Mittlerweile hieß der hessische Wirtschaftsminister Florian Rentsch (FDP). Die Stadt Heringen – wenn sie denn informiert gewesen wäre – hätte laut Bürgermeister Hans Ries ihrerseits drei Standorte für einen Neubau anbieten können.

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