Familie mit Filmhelden

29-jährige Anna-Lena Noll ist neue Ortsvorsteherin von Weißenhasel

Weißenhasels Ortsvorsteherin Anna-Lena mit Mops Django vor dem Spielhaus in ihrem Garten, das Schwiegervater Thomas Noll selbst gezimmert hat.
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Sie kann auf ein starkes Team im Ortsbeirat bauen: Ortsvorsteherin Anna-Lena mit Mops Django vor dem Spielhaus in ihrem Garten, das Schwiegervater Thomas Noll selbst gezimmert hat.

Die junge Frau hat die Nachfolge von Frank Hauck angetreten, der jahrelang ein engagierter Ortsvorsteher war.

Weißenhasel – Django liegt gemütlich unter dem Tisch und knabbert seit einer halben Stunde laut schmatzend an seinem neuen Knochen. Anna-Lena Noll ist nicht so leicht aus der Ruhe zu bringen. Jetzt aber will sie sich konzentrieren und von ihrer neuen Aufgabe als Ortsvorsteherin von Weißenhasel berichten und bittet ihren Mann, den Mops auf eine Runde in den großen umzäunten Garten zu schicken.

Dass sie bei der Wahl für den Ortsbeirat die meisten Stimmen erhält, damit hatte sie nicht gerechnet. „Dann wollte ich mich dieser Verantwortung auch stellen und habe die Aufgabe angenommen“, erzählt die 29-Jährige. Die junge Frau hat die Nachfolge von Frank Hauck angetreten, der jahrelang ein engagierter Ortsvorsteher war.

Die junge Frau ist aber nicht ins kalte Wasser gestupst worden. Sie war bereits Mitglied im Ortsbeirat und ist Vorsitzende des Kirmesvereins. Auch von ihrer Mutter Carmen Bornschier, die Fraktionschefin der SPD im Nentershäuser Parlament und seit vielen Jahren aktiv ist, hat Anna-Lena Noll eine Menge erfahren von der Politik auf Gemeindeebene.

„Sie ist ein sehr liebevoller Mensch und denkt sehr häufig an Andere, manchmal sogar ein bisschen zu viel“, beschreibt Polizist Thorsten Noll seine Frau. „Sei vorsichtig, was du sagst. Sonst gibts heute Abend nichts zu essen“, sagt Anna-Lena Noll und deutet lachend auf die Schüsseln auf dem Schrank, in denen gut abgedeckt der Teig für den Flammkuchen geht. „Und sie ist ein sehr humorvoller Mensch. Ich kann viel mit ihr lachen“, schiebt Thorsten Noll hinterher. Und traut sich dann doch, von ihrer größten Schwachstelle zu berichten. „Pünktlichkeit ist für sie ein Problem“, sagt er. Widerspruch kommt keiner. Für Anna-Lena Noll ist das Engagement im Ortsbeirat Teamarbeit. „Wir sind eine siebenköpfige starke Mannschaft. Da bringt jeder seine Ideen ein.“ Mit dabei sind Sarah Meissel, Rex Bornschier, Jörg Reimuth, Jan Marienfeld, Marius Vaupel und Christian Wagner. Aktuelle Projekte, um die sich das Team gerade kümmert, sind die künftige Pflege der Pflanzbeete im Ort, die Gestaltung der Mauer an der Hauptstraße durch einen Künstler und die Schutzhütte auf dem Kinderspielplatz.

Zur Person

Anna-Lena Noll (29) ist im Krankenhaus in Rotenburg geboren worden und in Weißenhasel aufgewachsen. Sie hat ihr duales Betriebswirtschaftsstudium mit der Spezialisierung auf Banken und Finanzen abgeschlossen. Angestellt ist sie bei einer Zeitarbeitsfirma als Personaldisponentin in Bad Hersfeld. Zurzeit befindet sie sich in Elternzeit. Ihr zweites Kind erwartet sie im Dezember. Seit der neuen Legislaturperiode ist sie nicht nur Ortsvorsteherin von Weißenhasel, sondern auch Mitglied der SPD-Fraktion in der Nentershäuser Gemeindevertretung. Dort leitet sie auch den Haupt- und Finanzausschuss. Mitglied in einer Partei ist sie nicht. Ihre Hobbys sind Lesen, gern auch mal Liebesromane, Tanzen und Spazieren gehen. Urlaub ist in Kroatien geplant.

Es knurrt vor der Terrassentür. Django wünscht, eingelassen zu werden. Und Schwupps sitzt er wieder unterm Tisch. Dann taucht plötzlich auch Rocky auf und springt auf das Sofa. Zwischen Kater und Mops gab es nie Probleme. „Rocky hat Django gleich am Anfang gezeigt, wer der Chef ist. Und damit war alles geklärt“, erzählt die 29-Jährige und muss selbst wieder lachen. „Unsere Tiere haben wir nach Filmhelden benannt. Bei unserem Sohn waren wir zurückhaltender“, erzählt das Ehepaar. Ihr Sohn heißt Theo. Der Zweijährige wacht gerade aus dem Mittagsschlaf auf. Jetzt ist sie komplett, die kleine Familie, die selbst viel für Eltern und Großeltern tut, die aber auch profitiert von der Großfamilie, zum Beispiel bei der Kinderbetreuung, wenn Anna-Lena Noll in eine Sitzung muss und ihr Mann Thorsten gerade Schichtdienst hat.

Und für die junge Frau ist eins klar: „Das Wichtigste in meinem Leben ist meine Familie. Wenn da alles passt, dann bin ich auch bereit für alles andere.“

Und von den Bürgern in Weißenhasel wünscht sie sich, dass sie die Dinge ansprechen, die sie bewegen und das Angebot des Ortsbeirats annehmen, zuzuhören und Lösungen zu finden. (René Dupont)

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