Konzert im Bergwerk Merkers

Weltstar Anastacia begeisterte 500 Meter unter der Erde 

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Einen unterhaltsamen Abend lieferten (von links) Christine Anderson, Anastacia und Anjula Kelly-Nair den Besuchern des Konzerts tief unter der Erde.

Merkers. Zwerchfellerschütterndes Trommel-Intro, Licht aus, Spot an - und da stand sie in Jeans, roter Lederjacke und T-Shirt mit Beatles-Aufdruck (Sgt. Pepper’s Lonely Hearts Club Band) vor einem großen stilisierten „A“ auf der Bühne.

Weltstar Anastacia, 500 Meter unter der Erde im Erlebnisbergwerk Merkers.

Los ging es mit „Army of Me“ und dann folgten mit „Sick and Tired“ und „Stupid Little Things“ gleich die nächsten Super-Hits, schließlich ist sie mit der „Ultimate Collection Tour“, einer Art „Best of Tournee“ unterwegs. Weder Anastacia noch die 1200 begeisterten Fans im Großbunker der ehemaligen Kali-Grube brauchten eine Aufwärmphase, von Anfang an ging es richtig zur Sache.

Scheinbar mühelos präsentierte die „Soul-Röhre“ aus Chicago mit der schwarzen, messerscharfen Stimme ihre vielen Mega-Hits wie „Paid my Dues“ und hatte dabei sichtlich ihren Spaß. Dazu wilde Tanzeinlagen auf atemberaubend hohen Stilettos, jeder Ton, jede Geste, jeder Schritt perfekt durchkomponiert. Unglaublich, was für eine Energie, was für eine Leidenschaft in diesem kleinen Persönchen steckt.

Zwischendurch wurde es dann ein wenig ruhiger. Bei „You’ll never be alone“ oder „Take this Chance“ inklusive des mit Background-Sängerin Maria Quintile gemeinsam gesungenen Eros-Ramazotti-Duetts „I belong to You“, zeigte Anastacia, dass sie durchaus auch die sanfteren Töne beherrscht.

Wieder einmal volles Haus im Erlebnisbergwerk Merkers: 1200 Fans waren am Samstagabend gekommen, um Anastacia live zu erleben.

Dann gab es mit Songs wie „Not that kind“ und „I’m outta love“ nochmal eine ordentliche Portion Power-Soul. Und bei den Zugaben „Left outside alone“ und „One Day in your Live“ erschienen alle Musiker mit einem weißen Grubenhelm, eine Verbeugung vor einer wohl weltweit einmaligen Location. Am Ende waren sich alle einig: ein beeindruckendes Konzert mit einer beeindruckenden Künstlerin in einer beeindruckenden Kulisse - mehr geht nicht!

Toll auch die organisatorische Leistung der Mannschaft um Michael Glotzbach von MG-Concerts aus Vacha sowie des engagierten Teams vom Erlebnisbergwerk Merkers, die für den reibungslosen Ablauf gesorgt haben. Schließlich galt es, 1200 Fans sicher zum Veranstaltungsort in 500 Meter Tiefe und nach dem Konzert auch wohlbehalten zurückzubringen.

Schon die Fahrt mit dem Förderkorb in die Tiefe und der anschließende rasante Ritt auf dem Pritschenwagen mit gefühlten 100 Stundenkilometern durch die stockdunklen Stollen bis zum Veranstaltungsort sind ein Erlebnis.

Das nächste Konzert unter Tage mit Klaus Lage findet übrigens am Samstag, 25. März, statt. Restkarten sind noch erhältlich.

Hintergrund

Anastacia kam am 17. September 1968 in Chicago als Anastacia Lyn Newkirk auf die Welt. Nach der Scheidung der Eltern wuchs sie in New York auf. Schon als Jugendliche begann sie ihre Karriere als Tänzerin und Studiosängerin. 1998 kam sie bei der Casting-Show „The Cut“ ins Finale und erhielt einen Plattenvertrag, 1999 gelang ihr mit „I’m outta love“ der internationale Durchbruch. Darauf folgten weitere Hits wie „Paid my dues“ oder „Heavy on my heart“. Inzwischen hat sie weltweit mehr als 30 Millionen Alben verkauft. 2003 wurde bei ihr erstmalig Brustkrebs diagnostiziert, den sie jedoch besiegte. Nach ihrer erneuten Krebsdiagnose 2013 entschied sie sich zu einer beidseitigen Brustentfernung. Seit ihrer Erkrankung engagiert sich Anastacia für den Kampf gegen den Krebs; im März gibt sie in Worms ein Konzert zugunsten der Deutschen Kinderkrebsstiftung.

Die Band

Schlagzeug: Steve Barney

Gitarre: DeeRal Aldridge

Bassgitarre: Orefo Orakwue

Keyboards: Gary Sanctuary

Begleitgesang: Maria Quintile

Tänzer: Christine Anderson und Anjula Kelly-Nair

Von Thomas Landsiedel

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