Zahl der Feuerwehrleute sank um 23 auf 3543 - Mehr Frauen

Weniger Aktive, aber keine Pflichtfeuerwehr

Hersfeld-rotenburg. Die Zahl der aktiven Feuerwehrleute im Kreis Hersfeld-Rotenburg ist im Vorjahr gegenüber 2008 um 23 auf 3543 gesunken. Dennoch drohe nirgendwo in Waldhessen eine Pflichtfeuerwehr. Das sagten Kreisbrandinspektor Jürgen Weingarten und der Vorsitzende des Kreisfeuerwehrverbandes, Thomas Specht, im Gespräch mit unserer Zeitung.

Anlass: In der Versammlung der Feuerwehr-Führungskräfte am Samstag in Bosserode wurden die neuesten Zahlen vorgelegt. „Wenn die Zahlen so bleiben, können wir uns sehr glücklich schätzen“, sagte Weingarten. Bei den Feuerwehrmännern sank die Zahl der Aktiven um 45, bei den Frauen stieg sie um 22 auf 286. Beim Gesamtrückgang von 0,7 Prozent liege Hersfeld-Rotenburg mehr als deutlich unter dem Landesdurchschnitt, sagte Weingarten.

Allerdings dürfe man nicht verkennen, dass die Anzahl der Aktiven, die tagsüber in den Gemeinden zur Verfügung stehen, von Jahr zu Jahr abnehme: „Die Einsätze zeigen dies mehr als deutlich auf.“

Ob die Möglichkeit, nunmehr bis zum 65. Lebensjahr aktiv in der Feuerwehr tätig sein zu können, eine entscheidende Verbesserung bringe, müsse abgewartet werden. Nach derzeitigen Informationen halte sich die Zahl der Aktiven, die eine Verlängerung auf 65 Jahre beantragen wollen, im sehr überschaubaren Rahmen.

Atzelrode aufgelöst

Die Zahl der Feuerwehren im Kreis sank von 154 auf 152. Die Feuerwehr im Rotenburger Stadtteil Atzelrode hatte nach Angaben Weingartens keine einsatzfähige Einsatzabteilung mehr. Die verbliebenen Kräfte sind jetzt in Mündershausen aktiv. „Dieser Einzelfall ist nicht dramatisch, aber wir müssen uns vorbereiten“, sagte Dieter Pfaff, beim Kreis Leiter des Fachdienstes Brandschutz, zur Nachwuchswerbung. ZUM TAGE

HINTERGRUND/SEITE 6

Von Manfred Schaake

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