Frühjahrsbelebung

Ein Jahr Corona-Krise: Kreis Hersfeld-Rotenburg hat weniger Arbeitslose als 2020

Die Agentur für Arbeit hat die aktuellen Zahlen veröffentlicht.
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Die Agentur für Arbeit hat die aktuellen Zahlen veröffentlicht.

Erstmals seit zwölf Monaten ist die Arbeitslosenquote im Landkreis wieder niedriger als der Vergleichswert aus dem Vorjahr.

Hersfeld-Rotenburg – Die Arbeitslosenquote liegt derzeit bei 3,9 Prozent. Im Vormonat und im Vorjahr lag sie jeweils bei 4,0 Prozent. Derzeit sind 2495 Kreis-Einwohner arbeitslos gemeldet. Auf Landes- und Bundesebene ist die Quote hingegen nach wie vor höher als im Vorjahr.

Der April 2020 war der erste Monat, in dem sich die Corona-Krise auf dem Arbeitsmarkt niederschlug. Damals ging das Angebot von freien Stellen im Landkreis drastisch zurück. Grundsätzlich hat sich die Situation seitdem deutlich entspannt. Im heute endenden Monat hat die Agentur für Arbeit 340 Stellen akquiriert – 83 Prozent mehr als im Vorjahr. Insgesamt sind im Landkreis derzeit 1172 freie Stellen gemeldet.

Insbesondere junge Menschen unter 25 Jahren und Männer profitieren aktuell von der Frühjahrsbelebung, sagt Waldemar Dombrowski, Vorsitzender der Geschäftsführung der Agentur für Arbeit Bad Hersfeld-Fulda. Viele Betriebe, die im Freien arbeiten, hätten ihre freigestellten Arbeitskräfte zurückgerufen.

Die ersten Auswirkungen der Pandemie trafen vor einem Jahr vor allem junge Menschen: Deren Arbeitslosenquote stieg von 3,7 im März auf 4,4 Prozent im April. Bei Personen über 50 Jahren war sie hingegen lediglich von 3,4 auf 3,7 Prozent gestiegen. Dieses Jahr ist es andersherum. Bei Männern und Frauen unter 25 Jahren sinkt die Quote von 4,2 auf 3,9 Prozent, bei Personen über 50 Jahren lediglich von 3,8 auf 3,7 Prozent.

Die Pandemie wirkt sich nach wie vor auch auf den weiterhin vergleichsweise robusten Arbeitsmarkt in Waldhessen aus. Das zeigt sich insbesondere bei den Langzeitarbeitslosen. Ihre Zahl stieg im Vergleich zum Vorjahr um 164 auf nun 922.

Gesucht werden aktuell zum Beispiel Personaldienstleister und Bau-Fachkräfte, aber auch exotischere Berufe wie Verhaltenstrainer und Osteopath.

Die sogenannte Unterbeschäftigungsquote, die auch die Menschen erfasst, die in einer „arbeitsmarktpolitischen Maßnahme“, vorübergehend krank oder älter als 58 Jahre sind und Hartz-IV beziehen, liegt bei 4,8 Prozent (Vormonat 4,9, Vorjahr 5,0).

(Christopher Ziermann)

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