Trotz Häufung im Mai ist laut Polizei kein Anstieg zu erwarten

Weniger Einbrüche dank starker Kontrollen

Hersfeld-Rotenburg. Ob in Wohnhäuser, Schulen oder Gewerberäume: Auffallend viele Einbrüche haben sich im Mai vor allem in der Kreisstadt Bad Hersfeld ereignet. Ein Grund zur Beunruhigung sei das aber nicht, sagen Polizeipressesprecher Manfred Knoch und Martin Nickl, Leiter der Kriminalpolizei und stellvertretender Leiter der Polizeidirektion Hersfeld-Rotenburg.

Zumal die Zahl der Einbrüche auch wieder zurückgegangen sei, nachdem unter anderem verstärkt Kontrollen vorgenommen worden seien. Zwar habe es im Mai in der Tat eine Häufung gegeben, außergewöhnlich sei das aber nicht. Von „wellenförmigen Bewegungen“ spricht Knoch. Ein leichter Anstieg sei jährlich zum Beispiel zum Beginn der dunklen Jahreszeit oder auch in den Ferien zu verzeichnen.

„Wir können weiterhin von einem niedrigen Niveau sprechen“, betont Nickl auch mit Blick auf die Nachbarkreise und weniger ländliche Regionen. 88 „klassische“ Einbrüche gab es laut Kriminalstatistik 2016 im gesamten Landkreis. In den drei Jahren zuvor waren es jeweils über 100 gewesen.

Dass die Aufklärungsquote bei Einbrüchen vergleichsweise gering ist, liege in der Natur der Sache. Einen Fokus legt die Polizei auf die Prävention. Dazu zählt gerade in den Ferien auch der Hinweis auf einfache, aber effektive Präventionsmaßnahmen. Ein überquellender Briefkasten und ein leeres Carport etwa seien Hinweise auf Abwesenheit. Wer in den Urlaub fährt, sollte die Nachbarn über seine Abwesenheit informieren und diese bitten, ein Auge auf das Haus oder die Wohnung zu haben. „Der Blumenstrauß für die Nachbarn kostet hinterher weniger als der angerichtete Schaden“, so Nickl.

Kostenfreie Beratungen bietet die Polizei für Privatpersonen ebenso wie für Gewerbetreibende an. Erst vor kurzem habe man rund 500 Gewerbetreibende im Kreis angeschrieben, um auf entsprechende Möglichkeiten hinzuweisen. 

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Rubriklistenbild: © picture alliance / Frank Rumpenh

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