Quote liegt bei 3,7 Prozent

Hersfeld-Rotenburg kommt gut durch Corona-Krise: Weniger junge Arbeitslose als 2019

Die Arbeitslosenquote sinkt im Kreis Hersfeld-Rotenburg im November 2020 trotz der Corona-Pandemie.
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Die Arbeitslosenquote sinkt im Kreis Hersfeld-Rotenburg im November 2020 trotz der Corona-Pandemie.

Hersfeld-Rotenburg – Die Zahl der Arbeitslosen ist im Landkreis auch im November trotz der Corona-Pandemie weiter gesunken. Das teilt die Agentur für Arbeit Bad Hersfeld-Fulda mit. Die Quote sinkt von 3,9 Prozent im Oktober auf nun 3,7 Prozent.

Eine Verbesserung auf dem Arbeitsmarkt im November ist zwar üblich, doch sie fällt dieses Jahr stärker aus als 2019. Allerdings ist die Quote aufgrund der Corona-Pandemie natürlich nach wie vor höher als vor einem Jahr, damals hatte sie bei 3,3 Prozent gelegen.

Arbeitslosenquote sinkt bei unter 25-Jährigen

Gute Nachrichten gibt es für Männer und Frauen unter 25 Jahren. „Besonders erfreulich ist der überproportionale Rückgang der Arbeitslosigkeit bei jüngeren Menschen. Diese konnten wir wieder stärker in den Arbeitsmarkt integrieren“, berichtet Waldemar Dombrowski, Vorsitzender der Geschäftsführung der Agentur für Arbeit Bad Hersfeld-Fulda. Derzeit sind im Landkreis Hersfeld-Rotenburg 197 Frauen und Männer unter 25 Jahren arbeitslos, was einer Quote von 2,9 Prozent entspricht – und damals erstmals wieder weniger als im Vorjahr (3,0). Zuvor waren junge Menschen überproportional stark von den Corona-Folgen auf dem Arbeitsmarkt betroffen gewesen: Noch im September hatte die Quote bei 4,9 Prozent gelegen und damit deutlich höher als im September 2019 (3,9).

Arbeitslosenquote steigt bei über 50-Jährigen

Allerdings gibt es eine andere Gruppe, die dem Arbeitsagenturleiter Sorgen bereitet: Im Vergleich zu November 2019 ist die Zahl der Arbeitslosenquote am stärksten bei älteren Menschen gestiegen. Im Landkreis gibt es 249 Arbeitslose mehr als vor einem Jahr – alleine 128 davon und damit mehr als die Hälfte sind älter als 50 Jahre. „Hier gilt es, schnellstmöglich Aktivitäten zu starten, um eine Verfestigung der Arbeitslosigkeit zu vermeiden. Betriebe können in aller Regel von den vorhandenen Berufs- und Lebenserfahrungen profitieren“, erklärt Dombrowski.

1168 freie Stellen

Insgesamt stehen im Landkreis 2408 arbeitslos gemeldete Menschen 1168 freien Stellen gegenüber. Der Stellenbestand ist damit im Vergleich zu Oktober um 58 gestiegen. Bedarf an Fachkräften besteht laut Dombrowski in vielen Branchen, unter anderem im Handwerk und im Gesundheitswesen. Hilfskräfte in Lager und Logistik sind ebenfalls nachgefragt, oft über Personaldienstleistungsanbieter.

Kurzarbeit im Kreis Hersfeld-Rotenburg

Die Arbeitsagentur hat im Landkreis infolge des Wellenbrecher-Lockdowns im November 48 Anzeigen von Betrieben auf Kurzarbeit registriert. Seit Mitte März haben insgesamt 1214 Betriebe für 14 049 Beschäftigte Kurzarbeit angezeigt. Da die konkrete Beantragung und Bearbeitung des Kurzarbeitergeldes nachträglich erfolgt, können erst mit einigen Monaten Verzögerung Aussagen zur tatsächlichen Inanspruchnahme der Kurzarbeit Aussagen getroffen werden. Demnach waren im Juni 5042 Beschäftigte in Kurzarbeit und im Mai 6115.

Unterbeschäftigungsquote in Hersfeld-Rotenburg

Die Unterbeschäftigungsquote, die auch die auch Menschen erfasst, die in einer „arbeitsmarktpolitischen Maßnahme“, vorübergehend krank oder älter als 58 Jahre sind und Hartz IV beziehen, liegt bei 4,8 Prozent (Vormonat 4,9, Vorjahr 4,6).

Von Christopher Ziermann

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