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Festspiele danken Sparkasse für finanzielle Unterstützung in schwerer Zeit

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Ein starkes Team für die Festspiele: (von links) Markus Pfromm (Freunde der Stiftsruine) Juwelier Matthias Laufer-Klitsch, Thomas Walkenhorst (Sparkasse) Bürgermeister Thomas Fehling, Matthias Haupt (Kulturstiftung), Iréna Flury und Ilja Richter, Reinhard Faulstich (Sparkasse) Intendant Joern Hinkel und der kaufmännische Geschäftsführer der Festspiele, Harald Benz, beim gemeinsamen
Ein starkes Team für die Festspiele: (von links) Markus Pfromm (Freunde der Stiftsruine) Juwelier Matthias Laufer-Klitsch, Thomas Walkenhorst (Sparkasse) Bürgermeister Thomas Fehling, Matthias Haupt (Kulturstiftung), Iréna Flury und Ilja Richter, Reinhard Faulstich (Sparkasse) Intendant Joern Hinkel und der kaufmännische Geschäftsführer der Festspiele, Harald Benz, beim gemeinsamen © Steffen Sennewald

Auch in diesem Jahr hat die Sparkasse die Bad Hersfelder Festspiele mit über 100 000 Euro unterstützt. Dafür bedankten sich die Theatermacher jetzt bei einer Pressekonferenz.

Bad Hersfeld – Kultur braucht Leidenschaft, Talent, Kreativität, Herzblut – aber Kultur braucht auch Geld. Deshalb ist es bei den Bad Hersfelder Festspielen seit vielen Jahren guter Brauch, sich kurz vor dem Endspurt der Spielzeit bei dem wichtigsten Sponsor, der Sparkasse Bad Hersfeld-Rotenburg und der Sparkassenfinanzgruppe Hessen-Thüringen, an würdiger Stelle, nämlich direkt in der Stiftsruine, für die Unterstützung zu bedanken.

Auch in diesem Jahr hat die Sparkasse das Theaterfestival mit über 100 000 Euro unterstützt.

Bürgermeister Thomas Fehling sprach von „einer Freude und Ehre“, die Sparkasse dabei zu haben, und lobte als scheidender Rathauschef rückblickend die „wunderbare Zusammenarbeit, die auf Respekt, Vertrauen und Verlässlichkeit auf hohem Niveau“ basierte.

Intendant Joern Hinkel verglich die Unterstützung durch das Kreditinstitut mit der Stiftsruine. „Die Sparkasse ist so wichtig für die Festspiele, wie die Säulen für dieses alte Gemäuer.“ Diese Vorlage nahm der Vorstandsvorsitzende der Sparkasse, Reinhard Faulstich, auf und sagte in Anspielung auf das Premierenstück: „Die Stiftsruine ist unser Notre Dame“ und lobte die „wunderbare Inszenierung“ und den Mut von Joern Hinkel, immer wieder Neues zu wagen. Unter der Führung von Hinkel zeigten die Festspiele „Haltung und die richtige Richtung“.

Zugleich erinnerte Faulstich daran, wie wichtig die Festspiele auch für die Wirtschaft in der Stadt und der Region sind. „Den corona-bedingten Ausfall der Festspiele 2020 haben viele Unternehmen in der Stadt schmerzhaft gespürt“, sagte er. Angesichts der immerwährenden Diskussionen um den Etat der Festspiele betonte der Finanzfachmann, die Wertschöpfung in der Region übersteige die städtischen Zuschüsse bei Weitem. Zugleich würdigte Faulstich auch das Engagement der „Freunde der Stiftsruine“ und der ehrenamtlichen Helfer, mit denen die Sparkasse eng und gut zusammenarbeite.

Matthias Haupt, der Geschäftsführer der Sparkassen-Kulturstiftung, brachte deren Engagement auf eine einfache Formel: „Wer Kultur liebt, der fördert sie“. Er sicherte dem Ruinentheater auch weiterhin die finanzielle Unterstützung im Rahmen der Möglichkeiten durch die Sparkasse zu. In Bad Hersfeld spüre man, dass die Festspiele ein „integraler Teil der Stadtgesellschaft sind.“

Das Lob für die Inszenierung griff Joern Hinkel gern auf und. Er setze auf ein „Theater der Gegenwart“ auch wenn sich in Bad Hersfeld offenbar manche nach dem „Mottenkugelzeitalter“ zurücksehnten. Er wolle die Festspiele aber weiter voranbringen und nicht zurück in die „vermooste Vergangenheit“.

Zugleich verriet Hinkel, wie schwierig es in diesem Jahr gewesen sei, überhaupt Festspiele stattfinden zu lassen. Die Corona-Pandemie habe immer noch viel durcheinandergewirbelt, es habe ständig Umbesetzungen auf und hinter der Bühne gegeben. „Es ist ein Wunder, dass bisher keine einzige Vorstellung ausgefallen ist“, sagte Hinkel und nannte es „atemberaubend“, was derzeit alle Kollegen leisteten. In dieses Lob schloss er ausdrücklich auch die Helfer aus der Stadtverwaltung, von Institutionen und Vereinen ein, die nach der Absage des Caterers trotzdem dafür gesorgt haben, dass niemand hungrig und durstig blieb.

Verlässliche Partner: Bei der Pressenkonferenz (von links) Bürgermeister Thomas Fehling, Intendant Joern Hinkel, Sparkassenvorstandschef Reinhard Faulstich und Matthias Haupt von der Sparkassen-Kulturstiftung.
Verlässliche Partner: Bei der Pressenkonferenz (von links) Bürgermeister Thomas Fehling, Intendant Joern Hinkel, Sparkassenvorstandschef Reinhard Faulstich und Matthias Haupt von der Sparkassen-Kulturstiftung. © Steffen Sennewald

„Ich sehe jeden Abend strahlende Gesichter bei den Zuschauern“, sagte Hinkel, räumte aber zugleich ein, dass insgesamt weniger Zuschauer ins Theater gehen. Das sei eine bundesweite Entwicklung und nicht allein bei den Festspielen so. „Darauf müssen wir in Zukunft reagieren“, kündigte der Intendant an. Umso wichtiger sei es aber, in solch schwierigen Zeiten verlässliche Partner an seiner Seite zu haben. (Kai A. Struthoff)

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