Verkehrs- und Kulturamt weist Kritik an Erlebnisregion Mittleres Fuldatal zurück

Werben kostet viel Geld

Stefan Brand

rotenburg. Kosten für die Tourismus-Werbung im Fuldatal bleiben ein Streitpunkt. Die in Leserbriefen geäußerte Meinung, die vom Tourismus-Service Erlebnisregion Mittleres Fuldatal festgelegten Mitgliedsbeiträge und Kosten für die Werbung seien unverhältnismäßig und unverschämt, hat Stefan Brand zurückgewiesen.

Brand ist Leiter des Verkehrs- und Kulturamtes und Vertreter der Stadt Rotenburg im Verein Tourismus-Service, dem elf Städte und Gemeinden aus den Altkreisen Rotenburg und Melsungen angehören.

Werbung koste Geld, sagt Brand, „je nach Art und Werbemedium sogar viel Geld“. Vor der Gründung des Vereins Mittleres Fuldatal hätten die Kommunen - jede für sich - mehr oder weniger Geld für ihre eigene Werbung ausgegeben.

„Rotenburg setzt seit Jahrzehnten auf Tourismuswerbung, um aus dem Tourismus eine gewisse Wertschöpfung für die Stadt und ihre Betriebe zu ziehen“, betont Brand. Für Imageprospekte, Anzeigenwerbung, Internetpräsentationen, digitale Werbemedien, Radiospots und Verschiedenes sei „eine Menge Geld“ nötig. Brand: „Den unmittelbaren Nutzen dieser Werbung haben zunächst die Rotenburger Betriebe und im Besonderen die Beherbergungs- und Gastrobetriebe.“ In den zurück liegenden Jahren hätten die inserierenden Betriebe lediglich einen Anerkennungsbeitrag für die von der Stadt finanzierte Werbung getragen.

Den Kosten angepasst

Die Kostenbeteiligung der Betriebe wurde seit 2002 „in einem akzeptablen Rahmen nach und nach den realen Kosten für den Imageprospekt angeglichen“, erläutert Brand. Seit 2008 gebe es den Verein „Tourismus Service Mittleres Fuldatal e.V.“. Ziel sei, die Region von Ronshausen bis nach Guxhagen unter einem Dach konzentrierter und besser zu vermarkten. Eine Unterstützung durch Mitgliedschaft in diesem Verein sollte für alle tourismusrelevanten Betriebe in der Region selbstverständlich sein.

Internetseite

Die für den Rotenburger Karl-Heinz Krause „unverhältnismäßig und unverschämt“ hohe Summe von 250 Euro jährlich - betont Brand - beinhalte in Zukunft nicht nur die Kosten für eine „Werbezeile“, sondern als Vereinsbeitrag vielmehr den überarbeiteten Tabelleneintrag im Urlaubsmagazin 2010 einschließlich Bild, den Eintrag im Gastgeberverzeichnis der Internetseite des Tourismus-Vereins, den Eintrag in der Gastgeberdatenbank der Nordhessen- Touristik und der Internetseite der Stadt sowie eine pauschale Beteiligung an den Werbeaktivitäten für die Region und wie immer auch die Vermittlungstätigkeit durch die Städte.

Überalterung

Das Angebot privater Beherbergungsbetriebe in Rotenburg sei leider zurückgegangen, sagt Brand. Der Grund hierfür sei in der Regel die Überalterung der Betreiber gewesen „und hatte nichts mit der Preisgestaltung von Werbeanzeigen zu tun“.

Kein Haftungsrisiko

Im Übrigen hafte für die Verbindlichkeiten des rechtsfähigen Vereins grundsätzlich nur das Vereinsvermögen. Brand: „Aus der bloßen Vereinsmitgliedschaft ergibt sich daher für das einzelne Vereinsmitglied keinerlei Haftungsrisiko. Es ist schade, dass bürgerliche Initiative zu oft in den falschen Aktivitäten verpufft.“ (m.s.)

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