Auszubildende von ElectronicNetwork und Continental Automotive innovativ

Wettbewerb weckt schlummernde Talente

An der Prüf- und Montagemaschine in der Werkshalle von ElectronicNetwork: von links Frauke Syring, Pressereferentin beim Verband der Metall- und Elektro-Unternehmen Nordhessen, Peter Hupfeld, Abteilungsausbilder, Arik Gebauer, Hans-Jürgen Schmitz, Ausbildungsleiter EN Hersfeld, Philipp Mangold sowie Florian Eidt. Foto: Hettenhausen

Bebra/Bad Hersfeld. Innovativ, kreativ und praxistauglich sollen die Ideen sein, mit denen sich Auszubildende der Metall- und Elektro-Unternehmen am hessenweiten Wettbewerb „Meine Zukunft“ des Arbeitgeberverbandes Hessenmetall beteiligen. 30 Mitgliedsfirmen haben sich mit ihren Teams dazu angemeldet, unter ihnen sind auch zwei Betriebe aus dem Landkreis: Die Continental Automotive GmbH in Bebra mit Marcel Bohn, Dominic Zingrebe, Benny Witzel und Mirko Kreit und die ElectronicNetwork Hersfeld GmbH (EN) in Bad Hersfeld.

Hier präsentierten Philipp Mangold, Arik Gebauer, Alexander Frank und Florian Eidt noch vor der Endausscheidung im Februar nächsten Jahres ihre Erfindung – eine Prozessstillstandsanzeige.

Fensterheber prüfen

An einem kleinen Fischer-Technik-Modell zeigten die vier Tüftler, was in einer 15 Meter langen Anlage, die elektrische Auto-Fensterheber prüft und anfertigt, verbessert werden kann, damit es in Zukunft keine langen, störungsbedingten Ausfälle gibt.

Sensor gibt Alarm

Ein Sensormodul kann feststellen, ob die Bauteile bis zum Ende des Förderbandes gelangen. Wenn nicht, ertönt ein Warnton. Ein hoher Programmieraufwand war hierfür nötig. Die Hersfelder starten in der Kategorie Produktionsablauf, die Bebraer in der Kategorie Logistik und Organisation. Am zweiten Februar entscheidet eine Jury, welche drei „TOP-Kandidaten“ jeweils aus den fünf Kategorien in das Finale kommen.

Auf die Sieger warten Zertifikate und attraktive Sachpreise, die die Hersfelder aber noch gar nicht von ihrem Abteilungsausbilder Peter Hupfeld erfahren wollten. „Wichtig ist uns, dass wir unsere Arbeit präsentieren können und bei einem Sieg in mehreren Publikationen vorgestellt werden“, sagt Florian Eidt. „Solche jugendlichen Potenziale müssen gefördert werden“, meinte Frauke Syring, Pressereferentin beim Verband der Metall- und Elektro-Unternehmen in Nordhessen.

Ein Wettbewerb wie dieser sei gut, um schlummernde Talente zu wecken, durch deren Ideen Produktionsgewinn und Wettbewerbsfähigkeit gesteigert werden könnten, führte sie aus.

Bei einem einstündigen Ausfall der gezeigten Maschine bei EN entstehen Kosten von etwa 1303 Euro. Die Umsetzung des Projektes kostet rund 385 Euro.

Für die Unternehmensleitung waren dies überzeugende Argumente, dem Einbau zuzustimmen. Einen besseren Rückhalt gibt es wohl kaum, denn so wird das Kriterium „praxistauglich“ beispielhaft erfüllt sein. (nh)

Von Vera Hettenhausen

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