Raubtier nicht mehr gefährdet

Wiebke Knell (FDP) reagiert auf Studie: „Wie viele Wölfe wollen wir?“

Wiebke Knell FDP
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Wiebke Knell (39), FDP-Abgeordnete im hessischen Landtag.

„Eine sachliche Debatte darüber, wie viele Wölfe politisch gewollt sind“ – das fordert die agrarpolitische Sprecherin der hessischen FDP-Fraktion Wiebke Knell.

Neukirchen/Rotenburg – Zum Anlass nimmt die Landtagsabgeordnete aus Neukirchen die aktuelle Studie von Wissenschaftlern aus Freiburg und Geisenheim, die den Wolf in Deutschland als „nicht gefährdet“ einstufen (wir berichteten).

„Seit das Coronavirus grassiert, wissen auch Nicht-Mathematiker, was exponentielles Wachstum bedeutet. Deshalb sollten wir die nun bekannt gewordene Aussage der Wissenschaftler, nach der auch die Anzahl der Wölfe in Deutschland exponentiell wächst, ernst nehmen“, schreibt Knell in einer Pressemitteilung. Das Wachsen der Wolfspopulation führe zu großen Herausforderungen für die Weidetierhaltung. Daher müsse man „ohne zu viele Emotionen“ darüber diskutieren, wie viele Wölfe politisch gewollt seien.

Knell hatte bereits mehrfach den Abschuss der beiden in Hessen als territorial bestätigten Wölfinnen gefordert. Beide würden als Problemwölfe gelten. Die Stölzinger Wölfin hat bereits mehrfach Weidetiere getötet, die von ordnungsgemäßen Zäunen geschützt waren. Die Ulrichsteiner Wölfin im Vogelsbergkreis dringe regelmäßig ohne Scheu in Wohngebiete vor. „Als Antwort bekam ich immer, dass der Wolf besonders gefährdet sei.“ Außerdem habe es stets geheißen, eine Entnahme (gemeint ist damit ein Abschuss) sei rechtlich nicht möglich. Die Wissenschaftler hätten nun belegt, dass der Wolf in Deutschland in keiner Weise gefährdet sei.

Die ohnehin schon wirtschaftlich unter Druck stehenden Weidetierhalter müsse man neben Fördermitteln auch dadurch unterstützen, dass man „Problemwölfe“ im Ernstfall abschießt. „Der Rechtsrahmen gibt das schon jetzt her“, sagt sie. Gleiches hatten auch die Wissenschaftler in ihrem Fachartikel zum Wolf betont.

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