Wochenendporträt: 38-Jähriger hat Beruf gezielt ausgewählt

Zurück am Tatort: Martin Nickl ist neuer Leiter der Kripo in Bad Hersfeld

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Heimatnah: Der im thüringischen Buttlar lebende Polizeioberrat Martin Nickl leitet seit dem 1. Oktober die Geschicke der Kriminalpolizei in Bad Hersfeld.

Bad Hersfeld. Die Kriminalpolizei in Bad Hersfeld hat mit Martin Nickl (38) einen neuen Leiter. Dabei ist dieser wie ein Straftäter an den Tatort zurückgekehrt. Denn in Bad Hersfeld hat Nickl im Jahre 1997, kurz nachdem er sein Abitur am Vachaer Johann-Gottfried-Seume-Gymnasium absolviert hatte, am internen Auswahlverfahren für den gehobenen Polizeidienst teilgenommen.

Sich bei der Polizei in Hessen zu bewerben, war für Nickl logisch und nur konsequent. „In Thüringen wäre es für mich nicht möglich gewesen, sofort in den gehobenen Dienst einzusteigen“, erklärt der in Dorndorf aufgewachsene Polizeioberrat. Derzeit ist er damit beschäftigt, sich an sein neues Arbeitsumfeld und an seine neuen Kolleginnen und Kollegen zu gewöhnen. Berührungsängste kennt er nicht. Und unvoreingenommen geht er dabei zu Werke: „Jeder meiner Mitarbeiter bekommt einen Vertrauensvorschuss.“

Seinen Beruf hat Nickl ganz gezielt ausgewählt. „Ich bin daran interessiert, alle Facetten des menschlichen Lebens kennenzulernen. Als Polizist bekommt man viel Licht und Schatten mit. Daher liegt mir auch die gezielt eingesetzte Präventionsarbeit am Herzen“

Nach dem in Bad Hersfeld erfolgreich abgeschlossenen Auswahlverfahren führte Nickl der Weg zunächst nach Kassel, wo er bis zum Jahre 2000 seine Polizei-Ausbildung absolvierte und anschließend ein Jahr bei der Bereitschaftspolizei eingesetzt war. Danach versah Nickl für mehrere Jahre Dienst in den verschiedensten Polizeidienststellen in der Mainmetropole Frankfurt.

Stu dium 2013 abgeschlossen

Im Oktober 2013 schloss er sein Studium für den höheren Dienst ab und wurde Leiter der Kriminalinspektion in Fulda. Die Wege zur Arbeit wurden für den in Dorndorf aufgewachsenen Beamten wieder kürzer. Und seit dem 1. Oktober fährt er nun täglich von Buttlar in die Polizeidirektion nach Bad Hersfeld. Hobbys hat der 38-Jährige Polizeioberrat nicht viele. „Ich fahre gerne mit dem Mountainbike in der Rhön“, erklärt er. Das ist schon alles. Über viel Freizeit verfügt Nickl ohnehin nicht: „Meine Frau und ich haben in 2013 damit begonnen, uns in Buttlar ein Eigenheim zu errichten. Da gibt es auch heute noch jede Menge zu tun.“

Aus familiärer Sicht hätte es der Vater zweier sechs und neun Jahre alter Töchter mit seinen Dienststellen in Fulda und nun in Bad Hersfeld ohnehin nicht besser treffen können. Somit hat Nickl auf die Frage nach weiteren beruflichen Zielen auch nur ein Lächeln übrig. Zunächst einmal fühlt er sich an seinem für ihn relativ heimatnah gelegenen Arbeitsplatz in Bad Hersfeld sehr wohl. Alles andere lässt er auf sich zukommen.

Mit seinen 38 Jahren gehört er auf dem Chefsessel der Kriminalpolizei in Bad Hersfeld noch lange nicht zum alten Eisen. Erfahren genug ist er jedoch, um genau zu wissen, wohin ihn der weitere Dienstweg führen soll. Nur in die Karten schauen lässt sich Nickl dabei verständlicherweise nicht gerne. (rey)

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