Gemeinde Wildeck hat die Wahl

Ansiedlung im Gewerbegebiet Hönebach: Bürger werden über Projekte informiert

Das Regenrückhaltebecken des Gewerbegebiets in Hönebach an der Autobahn 4 ist fertig. Nebenan wird zurzeit eine Logistikhalle gebaut. Wer den Zuschlag für den nördlichen Teil der Fläche bekommt, ist noch offen.
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Das Regenrückhaltebecken des Gewerbegebiets in Hönebach an der Autobahn 4 ist fertig. Nebenan wird zurzeit eine Logistikhalle gebaut. Wer den Zuschlag für den nördlichen Teil der Fläche bekommt, ist noch offen.

Autohof oder eine weitere Logistikhalle - was bekommt den Zuschlag im Gewerbegebiet Hönebach? Das ist zurzeit die spannende Frage in Wildeck.

Hönebach – Die Gemeinde Wildeck steht vor der schwierigen Entscheidung, welchem Investor sie den Zuschlag für die nördliche Fläche des Gewerbegebiets bei Hönebach direkt an der Autobahn 4 geben soll. Die Gemeinde hat die Qual der Wahl – oder positiv ausgedrückt: Sie hat die Möglichkeit, zwischen zwei Optionen zu wählen. Was noch vor wenigen Monaten undenkbar war.

Ein Investor würde dort gern einen Autohof bauen, ein anderer eine weitere Logistikhalle. Eigentlich sollte die Entscheidung schon in der Sitzung der Gemeindevertreter Mitte September fallen. Der Gemeindevorstand zog den Tagesordnungspunkt dann aber kurzfristig zurück, weil noch „rechtliche Prüfungen erforderlich“ seien.

In einer Bürgerversammlung in Hönebach sollen die Bürger jetzt ausführlich über die beiden möglichen Projekte informiert werden. Zu der Bürgerversammlung lädt der Vorsitzende der Wildecker Gemeindevertretung, Egon Bachmann, alle interessierten Bürger für Dienstag, 2. November, um 19 Uhr in die Mehrzweckhalle nach Hönebach ein.

Erste Halle wird schon gebaut

Interesse an der nördlichen Fläche des Gewerbegebiets haben ein Autohof-Investor und die Turnkey Solutions GmbH, die dort eine weitere Logistikhalle bauen würde. Das Unternehmen hat bereits die südliche Fläche des Gewerbegebiets gekauft und dort mit dem Bau einer Logistikhalle begonnen – wir berichteten.

Bürgermeister wird Projekte vorstellen

In der Bürgerversammlung wird Bürgermeister Alexander Wirth (parteilos) die zwei möglichen Projekte vorstellen. Im Anschluss können die Bürger Fragen stellen. Moderiert wird die Veranstaltung von Planer Dr. Heiko Sawitzky von Regiokonzept, der die Bauleitplanung für das Gewerbegebiet erstellt hat. „Wir wollen bei diesem Thema für größtmögliche Transparenz sorgen“, sagt Wirth. Die Bürgerversammlung am Dienstag ist eine reine Informationsveranstaltung. Die Entscheidung fällen soll die Gemeindevertretung in ihrer Sitzung am Donnerstag, 11. November.

Auch der Ortsbeirat Hönebach wird sich in einer öffentlichen Sitzung am Donnerstag, 4. November, um 19.30 Uhr in der Mehrzweckhalle in Hönebach mit dem Thema beschäftigen. Mit der Materie befassen wird sich auch der Haupt- und Finanzausschuss der Gemeindevertretung in seiner öffentlichen Sitzung am Dienstag, 9. November.

Vorschlag zurückgezogen

Bei der Sitzung Mitte September lag den Gemeindevertretern der Beschlussvorschlag vor, auch den nördlichen Bereich des Gewerbegebiets an die Turnkey Solutions GmbH zu verkaufen. Der Beschlussvorschlag war damals zurückgezogen worden. Der nördliche Bereich war bisher als Sondergebiet Autohof geplant. Das Unternehmen Autohof 24 besteht auf seiner Absicht, die Fläche zu kaufen, um dort einen Autohof zu errichten.

Vergleichbare Projekte im Blick

Als Vorbereitung auf die Entscheidung hat sich eine Delegation der SPD-Fraktion zusammen mit Bürgermeister Alexander Wirth im Gewerbegebiet Knüllwald-Remsfeld über die Ansiedlungsmöglichkeiten informiert. Dort steht eine Tank- und Rastanlage vom Unternehmen Autohof 24. 40 Personen seien dort beschäftigt, erfuhren die Wildecker. Unweit des Autohofs stellte anschließend Ingenieur und Architekt Rainer Velmeden das realisierte Logistikprojekt der Firma Turnkey Solution im Gewerbegebiet Remsfeld vor, berichtet der Fraktionschef der SPD, Armin Körzell.  (René Dupont)

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