Spatenstiche in Obersuhl und Bosserode

Wartelisten lang: Wildeck schafft 24 neue Krippenplätze

Das Betonfundament ist schon gegossen: Der Spatenstich für den Neubau einer Krippe in Obersuhl machte allen Beteiligten sichtlich Spaß.
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Das Betonfundament ist schon gegossen: Der Spatenstich für den Neubau einer Krippe in Obersuhl machte allen Beteiligten sichtlich Spaß. Der Neubau entsteht in der Nachbarschaft zur bestehenden Kita. In dem Bereich ist auch ein Neubaugebiet in Planung.

In Obersuhl fand der Spatenstich für den Neubau einer Krippe statt. In Bosserode fiel der Startschuss für den Ausbau der Kita. Investiert werden über 2,1 Millionen Euro.

Obersuhl/Bosserode – Wenn Erwachsene in schicken Anzügen einen Spaten in einen Sandhaufen stechen und dann die Erde mit sehr viel Spaß in die Luft katapultieren, dann vergessen die Knirpse aus einer Kita schon mal, dass sie selbst eine Schaufel in der Hand halten, und schauen den Erwachsenen gebannt zu.

In Obersuhl fand am Donnerstagvormittag der offizielle Spatenstich für den Neubau einer Krippe neben der bestehenden Kita statt, eine Stunde später für den Ausbau- und Umbau der Kita in Bosserode. „Ein Tag der Freude für die ganze Gemeinde“, da waren sich alle Redner einig.

„Wir schaffen insgesamt 24 neue Krippenplätze für Wildeck“, betonte Bürgermeister Alexander Wirth. In Richelsdorf wird aus der vorhandenen Ü3-Gruppe eine altersübergreifende Gruppe. „Die Arbeiten in Obersuhl und Bosserode sollen bis Ende 2021 abgeschlossen sein“, berichtete Wirth. „Damit sind unsere Ortsteile gut aufgestellt.“

„Liebenswerte Gemeinde auch für junge Familien“

„Vor vier, fünf Jahren gab es düstere Prognosen. Ich war schon damals skeptisch gegenüber diesen Vorhersagen. Sie haben sich zum Glück nicht erfüllt. Die Gemeinden sind weiter gewachsen. Auch Wildeck hat sich in den vergangenen Jahren sehr positiv entwickelt“, betonte Herbert Heisterkamp als Vertreter des Landkreises. „Gerade auch für junge Familien ist es schön, in dieser liebenswerten Gemeinde zu leben.“

Sie arbeiten Hand in Hand: Das Planungsbüro AW+ und das Bauamt der Gemeinde Wildeck. Unser Bild zeigt eine Skizze des Krippen-Neubaus.

Pfarrer Andreas Schmidt-Wecken bedankte sich für den „Weitblick der politischen Gremien“ und die gute Zusammenarbeit. Durch beide Projekte werde die Platzsituation erheblich verbessert.

„Die Kinder wurden bei uns auch bisher sehr gut betreut, mit dem Neubau haben wir aber die Möglichkeit, eine angemessene Pädagogik umzusetzen“, betonte die Leiterin der Obersuhler Kita, Ursula Apel. In der Kita gibt es sechs Gruppen mit maximal 124 Kindern – davon zwei Krippengruppen. „Seit 2011 sind wir hier überbelegt“ berichtete die Leiterin. „Die Warteliste ist immer noch lang. Die dritte Gruppe in der neuen Krippe wird, wenn der Neubau fertig ist, sofort voll belegt sein.“

Jetzt wird in die Hände gespuckt: Mit dem Spatenstich in Bosserode beginnt dort auch der Ausbau des Dachgeschosses, das zurzeit entrümpelt wird.

In Bosserode gibt es bisher keine eigene Krippengruppe, nur eine altersübergreifende Gruppe. Durch den Ausbau soll dort dann auch eine eigene U3-Gruppe gebildet werden, die im Erdgeschoss unterkommt. Die Ü3-Gruppe wird dann im ausgebauten Dachgeschoss Platz finden.

Dank an die „Superhelden“

Kristin Schrön, die Leiterin der Kindertagesstätte in Bosserode, bedankte sich ebenfalls bei allen Beteiligten. „Wir alle sind froh, dass ein Ende der Enge in Sicht ist“, sagte sie. Ganz besonders bedankte sie sich bei den Kindern. „Das sind unsere Superhelden. Sie nehmen immer wieder liebevoll Rücksicht, wenn die Krümel schon schlafen, gehen auf Zehenspitzen an der Tür vorbei. Und sie bringen Ideen ein, wie man die Probleme lösen kann“, erzählte Kristin Schrön. Die Kinder freuen sich darauf, dass sie nach dem Umbau wieder nach Belieben mit den Fahrzeugen durch die Kita kurven können, Turnen können in der Kita und ein Kuschelzimmer für stille Momente auf sie wartet. (René Dupont)

Investition von über 2,1 Millionen Euro

Der Neubau der Krippe in Obersuhl wird 1,6 Millionen Euro kosten, der Aus- und Umbau in Bosserode 580 000 Euro. Das Land Hessen fördert die Projekte mit einer Million Euro, von der evangelischen Kirche als Träger kommt ein Zuschuss von 100 000 Euro. Den Rest finanziert die Gemeinde Wildeck selbst. 

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