Zweiter Investor neben geplantem Autohof

Wildecker Gewerbegebiet an der Autobahn 4 bei Hönebach füllt sich

Die Erschließungsarbeiten im Gewerbegebiet an der A 4 gehen dem Ende entgegen. Auch am Bau des Regenrückhaltebeckens (Foto) wird zurzeit gebaut.
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Die Erschließungsarbeiten im Gewerbegebiet an der A 4 gehen dem Ende entgegen. Auch am Bau des Regenrückhaltebeckens (Foto) wird zurzeit gebaut.

Nach schwierigen Jahren gibt es jetzt hoffnungsvolle Nachrichten: Im Gewerbegebiet bei Hönebach soll neben einem Autohof auch eine große Halle für einen Logistiker entstehen.

Wildeck – Eine schwierige Geburt – wenn dieses Bild auf etwas passt, dann auf das Gewerbegebiet Mackenrotscher Garten an der Autobahn 4 bei Hönebach. Investoren meldeten ihr Interesse an und sprangen wieder ab. Es gab auch zum Teil hitzige Diskussionen über das Vorgehen bei den Planungen. Für die politisch Verantwortlichen und die Bürger ein harter Brocken. Doch jetzt gibt es hoffnungsvolle Nachrichten: Neben dem geplanten Autohof soll eine weitere große Fläche an einen zweiten Investor verkauft werden, der eine Halle für einen Logistiker bauen lassen will. Wenn alles läuft wie geplant, wäre das Gewerbegebiet damit komplett ausgebucht.

Kaufvertrag soll am Montag unterschrieben werden

Beide Investoren sind bereit, die Kaufverträge zu unterschreiben. Der Investor, der die Logistikhalle bauen lassen will, will die Dokumente bereits am Montag, 21. Dezember, unterzeichnen, teilte Bürgermeister Alexander Wirth mit. Bedingung für die Gültigkeit der Verträge ist, dass der Bebauungsplan rechtskräftig wird.

Parlament gibt einstimmig grünes Licht

Den Weg für die Vertragsunterzeichnung hat die Wildecker Gemeindevertretung am Donnerstagabend frei gemacht. Sie gab grünes Licht dafür, den Verkaufspreis für die Gewerbeflächen im Gewerbegebiet auf 60 Euro pro Quadratmeter festzusetzen. Der Preis für Böschungs- und Randflächen liegt bei zehn Euro. Das Parlament beauftragte den Gemeindevorstand, die Kaufverträge zu den festgelegten Konditionen in Zusammenarbeit mit der Hessischen Landgesellschaft (HLG) als Grundstückseigentümer abzuwickeln. Der Beschluss fiel einstimmig aus. SPD, FDP und CDU stimmten geschlossen dafür. Es gab zwei Enthaltungen, eine in der FWG-Fraktion und eine bei den Grünen.

Der nördliche Bereich des Gewerbegebietes umfasst 18 000 Quadratmeter. Dort will ein Investor einen Autohof bauen. Im mittleren Bereich mit einer Größe von 10 000 Quadratmetern hat sich dieser Investor zwei Optionsflächen reservieren lassen. Der südliche Bereich umfasst 32 000 Quadratmeter. Dort soll eine Halle für einen Logistiker entstehen. Der Investor will dort eine Halle bauen lassen, um sie dann zu vermieten oder das Grundstück an den künftigen Nutzer zu verkaufen.

Der Preis und die Vorteile

Durch den Verkauf der Grundstücke im Gewerbegebiet wird die Gemeinde etwa 3,2 Millionen Euro einnehmen. Nach derzeitiger Kostenschätzung muss die Gemeinde unterm Strich dann Kosten von 487 000 Euro selbst decken. Im Beschlussvorschlag für die Gemeindevertreter werden auch die positiven Effekte genannt. Dazu gehört die Schaffung von Arbeitsplätzen. Damit werde der Wegzug von Einwohnern möglicherweise verhindert und der Zuzug gefördert. Damit könnten auch die Einnahmen aus dem Einkommenssteueranteil steigen. Gegebenenfalls sei auch mit der Einnahme zusätzlicher Gewerbesteuer zu rechnen.

Angesichts der Corona-Vorgaben fassten sich die Gemeindevertreter kurz.

Grüne: Risiken für Gemeinde begrenzen

„Dem geschätzten Fehlbetrag stehen ausschließlich die nebulösen Aussichten auf zusätzliche Steuereinnahmen gegenüber“, kritisierte Erik Dänner (Grüne). „Unter anderem aus diesem Grund lehnen wir das Gesamtprojekt weiterhin ab. Allerdings akzeptieren wir auch die demokratische Legitimation der bisherigen Entscheidungen und unterstützen die kurzfristige Vermarktung der Flächen, um die finanziellen Risiken für die Gemeinde zu begrenzen“, betonte Dänner.

SPD: Wichtiger Schritt in die Zukunft

„Die SPD-Fraktion und auch die FDP-Fraktion freuen sich sehr darüber, dass es nun trotz aller Widrigkeiten, die das Gewerbegebiet in Hönebach betreffen, endlich gelingt, die Flächen an Investoren zu veräußern“, betonte der Fraktionschef der SPD, Armin Körzell. Das sei ein wichtiger Schritt in eine positive Zukunft. Körzell bedankte sich besonders bei Bürgermeister Wirth, der sich intensiv um die Fertigstellung und Vermarktung der Flächen gekümmert habe. (René Dupont)

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