Aufsicht stoppt Wildeck: Keine Beckenfolie für Bad

Die Gemeinde Wildeck kämpft weiter um die Zukunft der Kleinschwimmhalle in Obersuhl: Zurzeit laufen Gespräche über die Gründung eines Fördervereins oder die Übernahme durch einen privaten Betreiber. Archivfoto: nh

Wildeck. Die Gemeinde Wildeck darf keinen Kredit aufnehmen, um eine neue Beckenfolie für die Kleinschwimmhalle in Obersuhl zu finanzieren.

Wenn es um die Finanzen der Kommunen im Landkreis geht, kennt die Finanzaufsicht keine Gnade mehr: Der Haushalt der Gemeinde und der Gemeindewerke Wildeck für 2015 ist genehmigt - das ist die gute Nachricht. Die Gemeinde darf allerdings keinen Kredit aufnehmen, um eine neue Beckenfolie für die Kleinschwimmhalle in Obersuhl zu finanzieren.

Dafür waren 30.000 Euro im Wirtschaftsplan der Gemeindewerke vorgesehen.

„Solche Maßnahmen sind mit der finanziellen Leistungsfähigkeit der Gemeindewerke nicht vereinbar“, heißt es in dem Schreiben von Landrat Dr. Karl-Ernst Schmidt an die Gemeinde. Der Landrat betonte, er habe dem Gemeindevorstand bereits im September 2014 mitgeteilt, dass Instandhaltungsarbeiten in der Schwimmhalle, die zu einer Erhöhung des Jahresdefizits führen, nicht genehmigungsfähig sind. Auch Investitionen in dem Bad, für die Kredite aufgenommen werden müssten, würden nicht genehmigt.

Bürgermeister Alexander Wirth betonte auf Anfrage, er sei davon ausgegangen, dass die Gemeinde nur in der Zeit ohne Haushalt nicht in diesem Bereich hätte investieren dürfen.

Die Gemeinde plant trotzdem, das Bad im Herbst wieder zu öffnen. Die Beckenfolie könnte Wildeck aber einen Strich durch die Rechnung machen.

Warum Bürgermeister Wirth trotzdem optimistisch bleibt, und welche Lösungsmöglichkeiten er im Auge hat, lesen Sie in der gedruckten Freitagausgabe der Rotenburg-Bebraer Allgemeine.

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