Der Autor, der gern spinnt: Dirk Walbrecker zu Besuch in Hönebach

Konzentriert: Dirk Walbrecker las vor Grundschülern. Foto: Ernst

Hönebach. Spannung liegt in der Luft. Alle Schüler lauschen gebannt, während ihre großen Augen den bekannten Kinderbuchautor Dirk Walbrecker fixieren, als er seine Geschichten vorliest. Der Schriftsteller befindet sich derzeit auf Lesetour und war auch in der Grundschule Hönebach zu Besuch.

Dort ist er längst kein Unbekannter mehr. Nicht nur, weil er vor vier Jahren schon einmal zu einer Autorenbegegnung in der Grundschule war. Sondern, weil die Kinder seine Bücher aus der Schulbibliothek kennen: „Die Kinder lieben seine Bücher. In unserer Bibliothek werden sie sehr oft ausgeliehen“, verrät Schulleiterin Evelyn Schwab.

In Walbeckers Portfolio befinden sich weit mehr als 70 Bücher. Er selbst habe sich oft vorgenommen, alle einmal aufzulisten, aber bisher kam er noch nicht dazu. Darunter sind Kinder- und Jugendromane, Bilder- und Hörbücher. Bei seinem Besuch brachte er „Seepferdchen, kleiner Glücksbringer“, „Philipp, der auszog, ein Ritter zu werden“ und zur Freude der jungen Leser den neuesten Teil von „Geheimbund M“ mit.

Die Bücher sollen nicht nur unterhalten, sondern auch Wissen und Neugier vermitteln. Die Geschichte des Seepferdchens erklärt, dass bei den Fischen mit dem speziellen Äußeren die Männchen den Nachwuchs bekommen.

Außerdem will der studierte Grundschulpädagoge den Kindern die Lust am Schreiben und der Kreativität vermitteln: „Durch den direkten Kontakt mit dem Autor wird Lesen ganz anders gefördert. In dieser modernisierten Welt kommt man an alle gesuchten Texte. Aber einen Autor kennenzulernen, verändert den Blickwinkel“, erklärt Walbrecker.

Deshalb durften die Kinder den Autor auch mit Fragen löchern. Was verdient eigentlich so ein Autor? Hatte er schon einmal eine Schreibblockade und was macht man dagegen? Warum wollte er Autor werden?

Bei den Fragerunden waren die Kinder ungemein wissbegierig. Auf die Frage, warum er Autor werden wollte, antwortete Dirk Walbrecker übrigens lächelnd mit: „Weil ich spinnen wollte“.

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