Schwermetalle gefunden - Entsorgung kostet 200.000 Euro

Bergbau: Auch Straßen in Richelsdorf belastet

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Bei Sanierungsarbeiten in der Straße Vor der Gasse entdeckt: In der etwa 30 Zentimeter dicken, schwarzen Frostschutzschicht sind die Grenzwerte für Schwermetalle überschritten.

Aus Richelsdorf gibt es weitere Hiobsbotschaften: Bei der Sanierung der Straßen Vor der Gasse und Eichenweg sind in der Frostschutzschicht unter dem Asphalt ebenfalls Schwermetalle gefunden worden. 

Dabei handelt es sich offensichtlich um Abfallmaterial vom Betriebsgelände der Richelsdorfer Hütte. Neben der Verhüttung von Kupfererzen war dort auch Deckweiß produziert worden.

Damit ist klar, dass in Richelsdorf nicht nur private und öffentliche Grundstücke entlang des Baches Weihe von den Altlasten aus dem Bergbau betroffen sind, sondern auch die Straßen in dem 600-Einwohner-Dorf.

Vor der Gasse und im Eichenweg werden die Kanäle, Wasserleitungen und die Straßen saniert. Bei den beim Tiefbau üblichen Bodenuntersuchungen war festgestellt worden, dass die Grenzwerte für Schwermetalle in der etwa 30 Zentimeter dicken Frostschutzschicht überschritten werden, berichtete Bürgermeister Alexander Wirth.

Das Material sei zwar längst nicht so hoch belastet, wie zum Beispiel auf dem Minigolfplatz, aber für den Straßenbau könne es nicht mehr verwendet werden, betonte Wirth.

4000 Tonnen

Das mit Arsen belastete Material vom Minigolf- und Spielplatz muss als Sondermüll entsorgt werden. Die etwa 4000 Tonnen belastetes Abfallmaterial aus den beiden Straßen können als Hausmüll auf der Deponie in Kathus entsorgt werden. Trotzdem kostet die Gemeinde Wildeck die Entsorgung allein dieser 4000 Tonnen etwa 200 000 Euro. „Für diese Summe bauen andere eine ganze Straße“, sagte Wirth.

„Wir müssen davon ausgehen, dass wir in den nächsten Jahrzehnten beim Straßenbau in Richelsdorf mit dieser Problematik zu kämpfen haben“, sagte Bürgermeister Wirth. Die Kosten seien bislang nicht absehbar.

Welche Schwermetalle gefunden wurden und was die Gemeinde Wildeck für die Entsorgung der belasteten Erde vom Minigolfplatz zahlen muss, lesen Sie in der gedruckten Samstagausgabe unserer Zeitung und im E-Paper.

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