Nentershausen, Wildeck und Ronshausen betroffen

Bürger machen mobil gegen Windkraft-Pläne

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So würde es aussehen: Die Fotomontage zeigt den Blick von dem Wildecker Ortsteil Richelsdorf aus auf die geplanten Windkraftanlagen.

Hersfeld-Rotenburg. Das Thema Windkraft sorgt für immer größeren Wirbel auch im Kreis Hersfeld-Rotenburg. 30 Bürger aus den Gemeinden Nentershausen, Wildeck und Ronshausen haben vor Kurzem eine Bürgerinitiative gegen in der Region geplante Windkraftanlagen gegründet.

Und offensichtlich trifft die Initiative einen Nerv: Etwa 300 Besucher kamen zur Informationsveranstaltung der Gruppe am Mittwochabend in Richelsdorf.

Die Bürgerinitiative „Rettet das Richelsdorfer Gebirge“ wendet sich gegen zwei im Regionalplan festgelegte Windkraft-Vorrangflächen: Zum einen geht es um die Fläche HEF 15 im Wald südlich von Süß und westlich von Richelsdorf. In diesem Bereich hat Abowind den Antrag gestellt, sechs Anlagen zu bauen mit einer Höhe bis zu 245 Metern. Fünf der Anlagen stehen auf Nentershäuser Gebiet in Privat-Wald, eine Anlage steht etwas außerhalb der festgeschriebenen Vorrangfläche auf Richelsdorfer Gebiet. Eigentümer hier ist Hessen-Forst. Die Proteste gelten außerdem der Fläche HEF 17 im Wald im Wildecker Tal zwischen der Ruine Blumenstein und Ronshausen-Machtlos. Für diese Vorrangfläche liegt noch kein Bauantrag vor.

Die Bürgerinitiative wird unterstützt von den drei betroffenen Gemeinden. Und so wurde die Informationsveranstaltung am Mittwochabend auch von den Bürgermeistern Alexander Wirth (Wildeck), Ralf Hilmes (Nentershausen) und Markus Becker (Ronshausen) moderiert.

Als Gründe gegen die geplanten Anlagen führt die Initiative unter anderem den Vogelzug an. „Das Vogelschutzgebiet Obersuhler Rhäden gilt als eines der hessenweit wichtigsten Rastgebiete“, betont die Initiative.

Vor Kurzem hatte das Regierungspräsidium Kassel den Antrag für den Windpark Monte Kali bei Heringen abgelehnt, der südwestlich des Rhäden liegt.

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