Tanz und Büttenreden sorgen für Begeisterung

Zehn Wänste und eine "Ex-Bosseröder-Rampensau" rocken Obersuhler Karneval

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In Miami-Shorts und ansonsten in Flamingo-Rosa: Die Sexy Bellies mit der „Ex-Bosseröder Rampensau“ Steffen Rimbach in ihrer Mitte waren bei der 49. Prunksitzung einmal mehr die begeistert bejubelte Schlussnummer.

Einmal mehr haben die Obersuhler Narren die Prunksitzungssaison im Altkreis Rotenburg eröffnet, und einmal mehr haben sie die Messlatte in luftige Höhen gelegt.

Was am Samstag von 19.19 Uhr bis 22.59 Uhr unter dem Motto „Welcome to Miami“ im Bürgerhaus über die Bühne ging, verdient ausschließlich das Prädikat „Spitzenklasse“. Immer wieder klatschte das Publikum stehend Beifall, immer wieder antwortete der glänzend aufgelegte Sitzungspräsident Andreas Schneider mit einem dreifachen „Obersuhl helau!“. Vor allem bei den Tanzdarbietungen war es fast immer so, dass die Zugaben viel zu kurz waren. Es war, wie es das Obersuhler Carnevalslied, das gleich nach Eröffnung und Begrüßung von den Urgesteinen des Obersuhler Carneval Vereins (OCV) angestimmt wurde, sagt: „Obersuhler Carneval, ja den gibt es nur einmal!“

Tanz, Musik und Büttenreden beim Obersuhler Karneval

 © Wilfried Apel
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Um das zu unterstreichen, zeigte die 14-köpfige Präsidentengarde mit dem fast omnipräsenten Niklas Wagner als „Hahn im Korb“ und natürlich mit viel Bein, dass der „Narhallamarsch“ nicht nur in Mainz die Tanzhymne schlechthin ist. Das OCV-Kinderballett mit dem noch etwas schüchternen, aber ebenfalls tanzbegeisterten Fynn Mißler als „Hahn im Korb“ nahm Jung und Alt in niedlich anzuschauenden Kostümen mit in die Welt von Mickey Mouse & Co., und als OCV-Funkenpärchen überzeugten Frederic Sauer und Nele Wagner mit einem Tanz der Extraklasse. Nicht viel anders war es bei der umjubelten Amelie Kaufmann, die 2018 als Nachfolgerin des „zu alt“ gewordenen Funkenmariechens Leonie Wagner vorgestellt wurde, und beim OCV-Jugendballett.

Breakdancer Mario Gulich ließ es sich nicht nehmen, beim Tanz der Zumba-Gruppe einfach mal auf dem Kopf zu stehen.

Dass es beim OCV um den Nachwuchs gut bestellt ist, wurde im 49. Sitzungsjahr bei den Büttenrednern deutlich, bei denen Felix Roth, Jonas Weber und Larissa Tometzki zum ersten Mal als „Drei sind eine zu viel“ auftraten. Das Trio beschäftigte sich mit in jungen Jahren explodierenden Gelüsten und nahm dabei kein Blatt vor den Mund. Kirmesmädchen Lara Schröder rief zu Einigkeit im Ort und zu Toleranz gegenüber den Bosserödern auf, und der 18-jährige Moritz Gießler geißelte – selbst geschrieben und selbst gereimt – so manche örtliche Begebenheit. Das „Trio Strammtisch“ war diesmal nur ein Duo (Egbert Ries und Steffen Rimbach), das sich erfolglos an der Reparatur einer uralten Schreibmaschine versuchte: „Probieren Sie’s mal mit Strg-Alt-Entfernen!“

Der 18-jährige Moritz Gießler glossierte das örtliche Geschehen.

Für Granatenstimmung sorgten die Zumba-Tänzerinnen mit Breakdancer Mario Gulich, die von Niklas Wagner neu formierte, herrlich schräg spielende Ladybug-Band, die gleich ein paar Künstler mitgebracht hatte, und die OCV-Fanfarengruppe. Die aus dem Hofballett entstandene Damen-mit-Dompteur-Gruppe „Camouflage“, die es zu Heer und Marine verschlagen hatte, und natürlich die „Sexy Bellies“ mit der „Ex-Bosseröder Rampensau“ Steffen Rimbach und zehn weiteren „Wänsten“ mit mehr oder weniger ausgeprägten Bauchmuskeln gehörten ebenfalls zu den Höhepunkten. Bei den über die Bühne wirbelnden Herren ging es „Ab in den Süden“, sehr zum Vergnügen des hin und hergerissenen Publikums, das sich nach dem großen Finale noch lange von DJ Stephan Koenig einheizen ließ.

Moritz Gießler über die Nachbardörfer

  • „Gibst du ins Navi Hölle ein, wird dein Ziel Bosserode sein!“ 
  • „In Raßdorf werden die E-Mails angeblich noch am Milchauto abgegeben...“ 
  • „In Richelsdorf könnte man einen See anlegen. Dann würde das Arsen isoliert, der Bürgermeister könnte in Obersuhl ins Bürgerhaus einziehen und dort auch gleich den Hausmeister-Job machen.“ 

Info: Für Samstag lädt der OCV ab 19.19 Uhr zur zweiten Prunksitzung und für Donnerstag, 28. Februar, ab 20 Uhr zur Weiberfastnacht ins Bürgerhaus Obersuhl ein.

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