Ein Fest für dicke Backen - Obersuhler Blasmusik feierte Geburtstag

Vom Holzstuhl dirigiert: Thorsten Gräf mit seinem riesigen Gesamt-Ensemble, das sich für diesen Auftritt vor dem „Adler“ formiert hat. Fotos: Apel

Obersuhl. Die Obersuhler Blasmusik gibt es seit 40 Jahren. Das wurde groß und mit vielen anderen Musikkapellen gefeiert.

Dicke Backen, wohin das Auge blickt. Allen voran die Blasmusiker aus dem Lauterbacher Stadtteil Wallenrod. Die heißen tatsächlich so und machen tolle Musik.

Das gilt erst recht für die Platzhirsche aus Obersuhl, die anlässlich ihres 40-jährigen Bestehens zum großen Blasmusikfest eingeladen haben. Die Jubilare haben an der Meiß-Brücke Aufstellung genommen und warten auf die aus allen Richtungen musizierend herbeimarschierenden fünf Kapellen.

Die Weißenhaseler Musikanten schreiten das Rathaus ab und biegen „White Roses“ spielend auf den von Menschenmassen bevölkerten Festplatz ein. Ihr Dirigent hat alles im Griff und der weiß-blaue Himmel tut ein Übriges, um das Publikum zu beglücken.

Mit reichlich Applaus bedacht

Der Musikzug des TSV Bebra hat sich ähnlich wie der aus Weißenhasel in Schale geworfen. Auf der westlichen Lindenstraße marschieren die Biberstädter in Richtung „Adler“. Passend dazu spielen sie den „West-Side-Marsch“. Dann hört man schon die Original Wallenröder „Dicke Backe Kapell“. Ihr Fahnenträger ist mächtig stolz auf seine in Schwarz-Weiß-Rot daherkommende Gefolgschaft. Die Männer und Frauen intonieren den „Silverbird-Marsch“ und werden mit reichlich Applaus bedacht.

Dann sind die Gäste des Turnermusikzugs Röhrda dran. „In einem Polenstädtchen“ erschallt es aus ihren Trompeten und Tuben. Ganz anders die Elmenhorster Blaskapelle aus der Nähe von Dortmund, die aus Richtung Kirche kommen. Andreas Uebermuth, der aus Franken stammende, nach einer Lebensstation in Elmenhorst in Wildeck hängengebliebene Moderator des Treffens, hat ihre Teilnahme vermittelt. Mit den begeistert mitgehenden Zuhörern genießt er den „Lexington-Marsch“ und „Die kleine Magdalen“.

Dann wird es ernst. Vor dem „Adler“ wimmelt es von Musikanten, die auf Thorsten Gräf schauen. Auf einem einfachen Holzstuhl stehend formiert der alle überragende Dirigent der Obersuhler Blasmusik ein fast schon riesiges Gesamt-Ensemble und gibt das Startzeichen für den Marsch „Gruß an Kiel“. Das Publikum klatscht sofort mit und erfreut sich gleich darauf an der Polka „Böhmischer Traum“. Andreas Uebermuth spricht von einem „Klangerlebnis allererster Güte“ und Sascha Schlosser vom Festvorstand meint: „Da stehen einem vor lauter Glück die Nackenhaare zu Berge!“

Herz, was willst du mehr! Aber du bekommst mehr, dann nach kurzer Pause marschieren Teilnehmer und Zuhörer auf der Eisenacher Straße in Richtung Gymnastikhalle, wo es Kaffee und Kuchen gibt und jede Menge Ständchen. An denen beteiligen sich auch noch die Ulfener Jungs und die Jungs und Mädels von der Jugendkapelle Obersuhl. Na Bravo!

Großes Blasmusikfest in Obersuhl

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