Feuerwehrgerätehaus Richelsdorf ist eine unendliche Geschichte

Die Feuerwehr bewies ihre Hilfsbereitschaft: Als Jens und Cindy Bier (im Vordergrund) nach einem Brand ihr Haus in Richelsdorf verlassen mussten, waren die Kameraden zur Stelle. Archivfoto: Lischper

Bosserode. Nicht nur um Feuer und Unfälle mussten sich die Wildecker Wehren im vergangenen Jahr kümmern. Sie kämpften vor allem auch für das Gerätehaus in Richelsdorf.

Gut aufgestellt sind die Freiwilligen Feuerwehren der Gemeinde Wildeck. Dank der Ausbildung und Ausrüstung haben sie belastende Einsätze und anspruchsvolle Übungen überstanden. „Dabei ist den Feuerwehrkameraden vieles abverlangt worden“, sagte Gemeindebrandinspektor Patrick Kniest in der Jahreshauptversammlung der Freiwilligen Feuerwehren der Gemeinde Wildeck in der Mehrzweckhalle in Bosserode.

Der Gemeindebrandinspektor berichtete über die Einsätze des vergangenes Jahres, die an einer ganz anderen Front begannen: in der Gemeindevertretung. Die hatte wieder einmal die unendliche Geschichte Feuerwehr-Gerätehaus Richelsdorf auf der Tagesordnung. In vielen Gesprächen und langwierigen Verhandlungen mussten die politisch Verantwortlichen davon überzeugt werden, ihrer gesetzlichen Pflicht nachzukommen, schilderte Kniest die Entwicklung aus seiner Sicht.

Schließlich stimmten die Gemeindevertreter für den Neubau des Gerätehauses, für den der Spatenstich bereits vollzogen worden war.

Besondere Herausforderungen waren laut Kniest die Einsätze der GABC-Schleife (Gefahrgut atomar-biologisch-chemisch) bei einem Chlorgasalarm in Nentershausen und einem Unfall in Hauneck.

Ihre Leistungsfähigkeit stellten die Wildecker Feuerwehren auch bei den Unwettereinsätzen in Bad Hersfeld und in Ronshausen unter Beweis.

Hilfsbereitschaft gefordert 

Die Hilfsbereitschaft der Feuerwehrkameraden war zudem nach einem Schwelbrand in einem Fachwerkhaus in Richelsdorf gefordert. Dem betroffenen Feuerwehrangehörigen halfen sie beim Transport und dem Aufbau der Möbel in der Notwohnung.

Verbessert wurde die Einsatzbereitschaft durch zwei neue Fahrzeuge: ein Löschgruppenfahrzeug (LF 10) für die Feuerwehr Hönebach und ein Mannschaftstransportwagen (MTW), den die Feuerwehr Obersuhl aus ihrem Vereinsvermögen angeschafft hat. „Das ist eine sinnvolle Investition in den Brandschutz“, würdigte Kniest das Engagement des Feuerwehrvereins, aber auch der Gemeinde Wildeck, die neue Feuerschutzkleidung gekauft hat.

„Für die Umstellung auf Digitalfunk hat die Gemeinde Wildeck bislang 52 500 Euro ausgegeben“, beichtete Bürgermeister Alexander Wirth. Das waren aber noch nicht alle Bereiche. Meldeempfänger und Sirenen werden von der digitalen Erneuerung erst in diesem Jahr betroffen sein, erklärte Wirth.

Den Feuerwehrleuten stellte sich ferner die neue Kreisbrandinspektorin Tanja Dittmar vor, die seit ihrem Amtsantritt erst das zweite Mal bei der Feuerwehr in Wildeck war.

Von Herbert Vöckel 

Wie es um den Nachwuchs der Wildecker Wehren bestellt ist, lesen Sie in der gedruckten Dienstagsausgabe der HNA Rotenburg-Bebra.

Schlagworte zu diesem Artikel

Kommentare

Unsere Kommentarfunktion wird über den Anbieter DISQUS gesteuert. Nutzer, die diesen Dienst nicht verwenden, können sich hier über das alte HNA-Login anmelden.

Hinweise zum Kommentieren:
In der Zeit zwischen 17 und 9 Uhr werden keine neuen Beiträge freigeschaltet.

Auf HNA.de können Sie Ihre Meinung zu einem Artikel äußern. Im Interesse aller Nutzer behält sich die Redaktion vor, Beiträge zu prüfen und gegebenenfalls abzulehnen. Halten Sie sich beim Kommentieren bitte an unsere Richtlinien: Bleiben Sie fair und sachlich - keine Beleidigungen, keine rassistischen, rufschädigenden und gegen die guten Sitten verstoßenden Beiträge. Kommentare, die gegen diese Regeln verstoßen, werden von der Redaktion kommentarlos gelöscht. Bitte halten Sie sich bei Ihren Beiträgen an das Thema des Artikels. Lesen Sie hier unsere kompletten Nutzungsbedingungen.

Die Kommentarfunktion unter einem Artikel wird automatisch nach drei Tagen geschlossen.