120.000 Kubikmeter Aushub aus Tunnelbau werden genutzt

Fläche für Autohof in Hersfeld-Rotenburg entsteht

Es geht los: Die Arbeiten zur Profilierung der Fläche für das Gewerbegebiet bei Hönebach sollen mindestens drei Monate dauern. Im Hintergrund ist die Autobahn 4 zu erkennen. Foto: Dupont

Wildeck/Hönebach. Im Gewerbegebiet Mackenrotscher Garten bei Hönebach haben die Arbeiten begonnen. Die abschüssige Fläche wird eben gestaltet. Dort soll ein Autohof entstehen.

Die Profilierung übernimmt die Firma Strabag. Das Unternehmen transportiert insgesamt etwa 120.000 Kubikmeter Material aus dem Erdaushub vom Tunnelbau der A 44 nach Hönebach. „Die Firma geht davon aus, dass die Arbeiten für die Profilierung des Geländes drei bis vier Monate dauern werden“, berichtete Bürgermeister Alexander Wirth auf Anfrage unserer Zeitung.

Die Profilierung des Geländes war auch Thema in der jüngsten Sitzung der Gemeindevertreter. Doppelt genäht hält besser – unter diesem Aspekt hat die Gemeindevertretung einen im Verlauf der Sitzung noch mal geänderten Antrag der Grünen angenommen. Der Gemeindevorstand wurde beauftragt, dafür Sorge zu tragen, dass bei der Geländeprofilierung in den Gewerbegebieten in Hönebach und Obersuhl nur Füllmaterial verwendet wird, dass unbelastet ist. Das Parlament beschloss den Antrag einstimmig. Es gab sechs Enthaltungen.

In der Baugenehmigung werde auch Material erlaubt, das einen bestimmten Grad von Belastungen mit Blei, Quecksilber oder Arsen enthalte, erläuterte Christian Eimer den Antrag der Grünen. „Eine gesundheitliche Beeinträchtigung aktueller und kommmender Generationen müssen wir aber ausschließen“, sagte Eimer. Er erinnerte an die Probleme mit Altlasten in Richelsdorf.

„Im Vertrag mit der Firma ist festgelegt, dass definitiv nur unbelastetes Material für die Profilierung in Hönebach und Obersuhl verwendet werden darf“, betonte Bürgermeister Wirth vor der Abstimmung. Deshalb sei kein weiterer Beschluss nötig.

Ähnlich argumentierte auch der Fraktionschef der SPD, Armin Körzell. Er betonte, dass die Einnahmen aus der Gewerbesteuer sehr wichtig für die Gemeinde Wildeck seien. Er habe allerdings den Eindruck, dass die Grünen die Erschließung des Gewerbegebiets Mackenrotscher Garten seit Beginn der Planungen torpedieren, sagte Körzell.

„Die Sorgen sind groß, dass wir Boden bekommen, der nicht einwandfrei ist. Das wäre ein Problem, das wir nie wieder gerade biegen könnten“, unterstützte dagegen Dr. Kurt Schreiner (FWG) den Antrag der Grünen. „Wir vergeben uns nichts, wenn wir eine doppelte Sicherung einbauen“, betonte auch Renate Kohrock von der CDU-Fraktion.

Das könnte Sie auch interessieren

Kommentare

Unsere Kommentarfunktion wird über den Anbieter DISQUS gesteuert. Nutzer, die diesen Dienst nicht verwenden, können sich hier über das alte HNA-Login anmelden.

Hinweise zum Kommentieren:
In der Zeit zwischen 17 und 9 Uhr werden keine neuen Beiträge freigeschaltet.

Auf HNA.de können Sie Ihre Meinung zu einem Artikel äußern. Im Interesse aller Nutzer behält sich die Redaktion vor, Beiträge zu prüfen und gegebenenfalls abzulehnen. Halten Sie sich beim Kommentieren bitte an unsere Richtlinien: Bleiben Sie fair und sachlich - keine Beleidigungen, keine rassistischen, rufschädigenden und gegen die guten Sitten verstoßenden Beiträge. Kommentare, die gegen diese Regeln verstoßen, werden von der Redaktion kommentarlos gelöscht. Bitte halten Sie sich bei Ihren Beiträgen an das Thema des Artikels. Lesen Sie hier unsere kompletten Nutzungsbedingungen.

Die Kommentarfunktion unter einem Artikel wird automatisch nach drei Tagen geschlossen.