Geld vom Land: Neue Folie fürs Obersuhler Hallenbad

Zwei kleine Schritte zur Sanierung: In der Schwimmhalle in Obersuhl soll die Beckenfolie und die Heizung mit Geld vom Land Hessen erneuert werden. Foto: Dupont

Wildeck. In Wildeck wird seit Jahren um die Zukunft des Hallenbades in Obersuhl gerungen. Jetzt ist Geld für zwei kleinere Sanierungsmaßnahmen da. Der Landrat aber mahnt.

Auch wenn das Projekt in Wildeck selbst nicht unumstritten ist und der Landrat die Gemeinde immer wieder eindringlich zur Sparsamkeit aufruft: Viele Wildecker wollen weiter für den Erhalt ihrer Kleinschwimmhalle in Obersuhl kämpfen.

Die Diskussion neu entfacht hat die Aufstellung der Liste, für welche Projekte die Gemeinde das Geld aus dem kommunalen Investitionsprogramm des Landes und des Bundes nutzen will, mit dem finanzschwache Kommunen gefördert werden.

„Die vorgeschlagenen Projekte sind unabhängig vom Haushalt 2016 und müssen nicht von der Kommunalaufsicht genehmigt werden“, erläuterte Bürgermeister Alexander Wirth vor der Abstimmung im Parlament.

„Voll ausgelastet“

Über die ausgewählten Projekte bestand im Parlament weitgehend Einigkeit. Für Diskussionen sorgten zwei Punkte aus der Liste mit Projekten, die aus dem Landesprogramm gefördert werden. 30 000 Euro sollen aus diesem Fördertopf ausgegeben werden für die Erneuerung der Beckenfolie der Kleinschwimmhalle Obersuhl und 12 000 für die Erneuerung der Heizungsanlage.

„Recht auf Selbstverwaltung“

„Es wird dort investiert, wo Bedarf besteht“, lobte Armin Körzell die Listen. „Beide CDU-Landräte waren nie Freunde der Schwimmhalle“, erklärte der SPD-Fraktionschef. Und sie seien auch ihren finanziellen Verpflichtungen gegenüber der Gemeinde in dieser Sache nie nachgekommen. „Wir nehmen unser Recht auf kommunale Selbstverwaltung in Anspruch, weil wir unsere Infrastruktur nicht gegen die Wand fahren wollen, und werden das Bad in kleinen Schritten weiter sanieren.“

Am Ende nahm das Parlament die Liste für das Bundesprogramm einstimmig bei einer Enthaltung an. Für die Liste des Landesprogramms gab es 16 Ja-Stimmen. Sechs Gemeindevertreter enthielten sich der Stimme - vier aus der CDU, und jeweils einer von FWG und Grünen.

Landrat Dr. Michael Koch hatte kurz vor der Sitzung des Parlaments im Zusammenhang mit der Genehmigung des Wirtschaftsplans 2016 der Gemeindewerke noch einmal an die Gemeindevertretung appelliert, über eine Einstellung des Betriebs der Schwimmhalle nachzudenken. Ein weiterer Betrieb sei mit der finanziellen Leistungskraft der Gemeinde schlichtweg nicht vereinbar.

Weitere Stellungnahmen der Gemeindevertreter und zusätzliche Informationen zu diesem Thema lesen Sie in der gedruckten Mittwochausgabe unserer Zeitung oder im E-Paper.

Von René Dupont

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