Aufstellungsbeschluss möglicherweise im August

Autohof und mehr: Erschließung des Gewerbegebiets an der A4 bei Hönebach läuft

Blick auf die aufgefüllte und planierte Fläche des Gewerbegebiets Mackenrotscher Garten bei Hönebach, im Hintergrund ist die Autobahn 4 zu sehen.
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Bis auf Feinarbeiten fertig: die Fläche für das geplante Gewerbegebiet Mackenrotscher Garten bei Hönebach im Juni 2020. Im Hintergrund ist die Autobahn 4 zu sehen.

Das geplante Gewerbegebiet Mackenrotscher Garten an der Autobahn 4 bei Hönebach nimmt konkrete Formen an. Dort soll ein Autohof entstehen, es bleibt aber noch Platz für andere Investoren.

Die Bebraer Firma Beisheim hat die Fläche für das Gewerbegebiet fast fertig aufgefüllt und planiert. „Jetzt fehlt nur noch das Feintuning“, sagt Wildecks Bürgermeister Alexander Wirth. Die Aufträge für die Erschließung des Gebiets unter anderem mit Wasserleitungen und Kanal sind vergeben. Die Arbeiten beginnen in Hönebach.

Die Hessische Landgesellschaft (HLG) als Eigentümer des Grundstücks hat mittlerweile auch den Kaufvertrag erstellt und der Gemeinde zugesandt. Der Vertrag liegt zurzeit dem Investor des Autohofs zur Prüfung vor. Er will eine Fläche von 17 000 Quadratmetern für den Bau des Autohofs kaufen, außerdem zwei angrenzende Optionsflächen. Dann bleibt in dem geplanten Gewerbegebiet noch eine Fläche von 30 000 Quadratmetern frei.

Gewerbegebiet an der A4 bei Hönebach: Gemeinde packt Probleme mit Naturschutz an

Der Vorentwurf des Bebauungsplans war bereits öffentlich ausgelegt worden. „Durch die frühzeitige Öffentlichkeitsbeteiligung können wir jetzt schon beim Erstellen des eigentlichen Planentwurfs auf die geäußerten Anregungen Rücksicht nehmen“, betont Wirth.

Dabei packt die Gemeinde auch die Probleme mit dem Naturschutz an. Nach Gesprächen mit der Verkehrsbehörde Hessen Mobil sowie der unteren und oberen Naturschutzbehörde steht jetzt fest: Die Gemeinde darf das Regenrückhaltebecken für das Gewerbegebiet schon jetzt bauen – auch wenn der neue Bebauungsplan noch nicht beschlossen ist. „Wir werden das Becken jetzt auch möglichst schnell bauen“, betont der Bürgermeister. Vor allem bei Starkregen hatte es mit dem Provisorium immer wieder Probleme gegeben. Dreckige braune Brühe musste in den Bach Ulfe abgelassen werden.

Gewerbegebiet bei Hönebach: Aufstellungsbeschluss im August

Ein im Bau befindliches Gebiet ist ein Tummelplatz für viele Lebewesen. „Wir werden auch Lösungen finden, um die schützenswerten Lebewesen, die in dem Bereich vorkommen, nicht in ihrer Existenz zu gefährden“, betont Bürgermeister Wirth. Dabei ist unter anderem eine Umsiedlung von Schlingnattern angedacht. Direkt entlang der Autobahn gibt es offenbar auch einen Flugkorridor für Fledermäuse. Auch das soll überprüft werden.

„Wir hoffen, dass wir der Gemeindevertretung den Aufstellungsbeschluss für den Bebauungsplan im August vorlegen können“, sagt Wirth. Der Plan wird nach der Aufstellung noch einmal öffentlich ausgelegt. Anschließend wird er nach einem Monat rechtskräftig, wenn keine Einwände mehr eingehen.

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