Bundesweiter Wettbewerb

Hönebacher Fachwerkfreunde gewinnen Preis: 10.000 Euro für Niemeyersches Haus

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Große Freude bei den Fachwerkfreunden, Unterstützern und Ehrengästen: Den dritten Platz beim Wettbewerb feierten alle gemeinsam im Niemeyer-Haus.

Ein Preisgeld in Höhe von 10.000 Euro hat den Hönebacher Fachwerkfreunden die Teilnahme an einem bundesweiten Wettbewerb eingebracht. Aber nicht nur das.

Die Auszeichnung mit dem dritten Platz beim Wettbewerb „Europäische Stadt: Wandel und Werte – erfolgreiche Entwicklung aus dem Bestand“ empfinden die Fachwerkfreunde auch als moralische Stärkung.

Seit mehreren Jahren arbeitet die Gruppe daran, das sogenannte Niemeyersche Haus, ein riesenhaftes, geschichtsträchtiges und über die Jahrzehnte verwahrlostes Fachwerkgebäude im Ortskern, wieder in ein Schmuckstück zu verwandeln – und das ohne finanzielle Ausstattung. Bislang flossen fast nur Mitgliedsbeiträge und die eigene Arbeitskraft in das Projekt. Die Aussicht auf ein Preisgeld war ein Grund für die Gruppe, sich in den Wettbewerb einzubringen.

Trotzdem fuhren Christian Eimer, Christina Wolf sowie Elisabeth und Siegfried Linß ohne große Erwartungen zur Bekanntgabe der Gewinner nach Leipzig, waren doch zahllose andere Projekte aus großen Städten im Rennen. Als „sehr feierlich“, so der Vereinsvorsitzende Christian Eimer, erlebten die Hönebacher den Festakt auf dem Messegelände. Neben einem Staatssekretär aus dem Innenministerium gehörte auch Star-Architekt Sir David Chipperfield zu den Rednern. „Uns haben die Hände gezittert, als unsere Kategorie an der Reihe war“, berichtet Elisabeth Linß.

Hier soll das Geld investiert werden: Christian Eimer (links) und Siegfried Linß in der alten Küche.

Entsprechend groß war die Freude, als die Gruppe von dem dritten Platz erfuhr. Die Jury habe die Beharrlichkeit überzeugt, mit der die Gruppe sich dem Projekt widmet, berichtet Christian Eimer.

Außerdem würdigte die Jury das Zukunftskonzept: Die Fachwerkfreunde wollen das Haus zu einem Treffpunkt machen. Dorfbewohner sollen hier künftig einmal zum gemeinsamen Mittagessen zusammenkommen. Die bereits fertiggestellten Räumlichkeiten will der Verein gegen Miete für Veranstaltungen zur Verfügung stellen.

Angesichts der Größe der Baustelle sind 10.000 Euro kein großer Betrag. „Die sind schnell wieder weg“, sagt Christian Eimer. Dennoch: Mit dem Erhalt des Preisgelds tritt das Projekt für ihn in eine neue Phase. Mithilfe eines Antrags über das europäische Leader-Programm wollen die Fachwerkfreunde das Geld zunächst vermehren und dann in die Museums-ähnliche Heimatstube und in den Ausbau von Toiletten und Küche investieren.

Wieder daheim, feierten die Fachwerkfreunde die Auszeichnung in der heimeligen Atmosphäre des Gastraums im Niemeyerschen Haus. Hier lobte Bürgermeister Alexander Wirth die Fachwerkfreunde für ihr Engagement und bedauerte, dass er nicht nach Leipzig mitreisen konnte. Auch Landrat Michael Koch fand lobende Worte. „Die Wirkung dieses Projekts geht über die Gemeinde hinaus“, beteuerte er und versprach, die Gruppe in Zukunft nach Möglichkeiten zu unterstützen.

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