Programm für dieses Jahr steht 

Jugend will Zukunft der Kirmes in Obersuhl sichern

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Engagierte Truppe mit Fuchs-Logo: Das Foto zeigt einen Teil der neuen Kirmesgesellschaft Obersuhl. Als Vereinsheim darf die Gesellschaft das frühere Jugendzentrum an der Straße Auf der Wache nutzen. Eigentümer ist die Gemeinde. Als Gegenleistung halten die jungen Leute die Anlage in Ordnung. 

Obersuhl. Eine in Obersuhl neu gegründete Kirmesgesellschaft hat sich viel vorgenommen. Unerfahrene und erfahrene Obersuhler haben sich zusammengetan, um die Zukunft der Kirmes zu sichern. 

Warum die Obersuhler den Spitznamen „Fettfüchse“ tragen und wie es früher einmal dazu gekommen sein könnte, da sind sich die jungen Leute nicht so sicher. Was die Vergangenheit angeht, ist die Jugend nicht so ganz sattelfest, was die Zukunft angeht aber schon: Den jungen Leuten in Obersuhl liegt es am Herzen, dass die Kirmes im Ort eine Zukunft hat. Aus diesem Grund haben sie die Kirmesgesellschaft Obersuhl gegründet.

Und so kann in diesem Jahr wieder vom 31. August bis 4. September kräftig gefeiert werden in dem größten Wildecker Ortsteil.

Die Vergangenheit

Das war in den vergangenen Jahren nicht garantiert. „Im vergangenen Jahr ist die Kirmes sogar ausgefallen“, berichtet Jonas Barzov, der Vorsitzende des neu gegründeten Vereins. In den Jahren zuvor hatten sich die Vereine als Organisatoren abgewechselt. Für sie wurde es aber zunehmend schwierig, Mitglieder zu finden, die bei der aufwendigen Organisation der Kirmes mitmachen wollten.

Auch ein Schausteller aus Eschwege hatte schon einmal das Fest gemanagt. Mehrfach war es ausgefallen. Doch das soll nicht mehr passieren.

Die Reaktionen

Im Dezember 2016 fanden sich junge Leute aus Obersuhl zusammen, um gemeinsam das Projekt Kirmesgesellschaft zu starten. „Und wir haben in den vergangenen Monaten viel Zuspruch aus dem Ort erhalten – von Jüngeren, aber auch Älteren, die schon Erfahrung beim Organisieren des Festes haben“, berichtet der 20-jährige Lehramtsstudent, der auch in Obersuhl wohnt. Auch viele Schüler machen mit. Der Verein Kirmesgesellschaft hat bereits 30 aktive und zehn nicht aktive Mitglieder. Sie sind zwischen 15 und 50 Jahre alt. Weitere Mitglieder sind willkommen.

Die Arbeit

So ein großes Fest zu organisieren, macht gewaltig Arbeit. Doch die jungen Leute packten es sofort an. Der Verein wurde als Verein eingetragen. Sofort gingen die ersten Anfragen an Musikbands raus. Ein Festzelt musste organisierte werden. Auch die Werbung macht der Verein professionell. Banner wurden entworfen und einheitliche Poloshirts, Hemden und Blusen mit Fuchs-Logo angeschafft, berichtet der zweite Vorsitzende Florian Güth, der 25 Jahre alt und Einrichter für Druckgießanlagen ist. „Wir besuchen auch Kirmessen in Nachbarorten, um uns bekannt zu machen.“

Das Ziel

Von einem großen Gewinn durch die Kirmes träumen die Jugendlichen nicht. Da sind sie realistisch. „Unser Ziel ist, die Gemeinschaft im Ort wieder mehr zum Leben zu erwecken“, sagt der 22-jährige Kassenwart Lukas Gießler, der Elektrotechnik studiert. Wer jetzt glaubt, weil unerfahrene Jugendliche das anpacken, wird es eine knappe Kiste, der irrt sich gewaltig. „Wir sind so weit fertig. Die Kirmes könnte morgen starten“, sind sich die jungen Leute einig. Vom Helferplan bis zum Programm und der Absprache mit der Brauerei steht alles. Auch andere Vereine helfen kräftig mit.

„Wir wollen zusammen arbeiten und zusammen Spaß haben“, lautet das Motto der neuen Kirmes-Organisatoren. Aber ihr wichtigstes Ziel ist: Sie wollen dafür sorgen, dass auch in Zukunft bei den Fettfüchsen Kirmes gefeiert wird.

Wie das Programm der Kirmes aussieht und was es an Neuerungen gibt, lesen Sie in der gedruckten Donnerstagsausgabe unserer Zeitung oder im E-Paper. 

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