Dresden-Frankfurt statt Bebra-Eisenach gesperrt

Unfreiwilliger Stopp: Falsche ICE-Strecke nach Unfall gesperrt

Wildeck/Bebra. Für 40 Minuten mussten die Fahrgäste eines vollbesetzten ICE bei Wildeck einen unfreiwilligen Stopp hinnehmen. Die Bahn hatte die Strecke irrtümlich sperren lassen.

Die Bahn hatte von der Bundespolizei am Freitagabend die Nachricht erhalten, dass es in einem Autotunnel, der bei Bebra unter der Bahnstrecke hindurchführt, zu einem Unfall gekommen sei. Ein Lkw sei dort steckengeblieben, möglicherweise seien Schäden an der Brücke entstanden.

Bei der Übermittlung der Information kam es zu einem Missverständnis. Die Bahn sperrte die ICE-Strecke von Dresden nach Frankfurt. Die bei Bebra möglicherweise beschädigte Brücke liegt aber an der benachbarten Bahnstrecke Bebra-Fulda. Das teilte die Pressesprecherin der Bundespolizeidirektion Koblenz, Michelle Roloff-Dwerstig, auf Anfrage mit.

Zum Glück seien keine Schäden an der Brücke festgestellt worden, die den Bahnverkehr gefährdet hätten, sagte die Pressesprecherin. Bei der Streckensperrung habe es sich um eine reine Vorsichtsmaßnahme gehandelt. Für die Fahrgäste des ICE sei der unfreiwillige und in diesem Fall unnötige Stopp natürlich unerfreulich gewesen.

Bei dem Verkehrsunfall am Freitag gegen 19 Uhr auf der Eisenacher Straße zwischen Bebra und Weiterode waren eine Tunneldecke und ein Bagger beschädigt worden.

Lkw musste ausweichen 

Wie die Polizei mitteilte, war dort ein 65-jähriger Lkw-Fahrer mit seinem Tieflader und aufgeladenem Bagger in den Bahntunnel gefahren, obwohl ihm ein Auto entgegenkam. In der Tunnelmitte musste der Lkw-Fahrer aufgrund des Gegenverkehrs leicht nach rechts ausweichen und stieß mit dem Schutzgitter des Baggerführerstandes gegen die Tunneldecke. Es entstand ein Schaden von 10.000 Euro.

Rubriklistenbild: © dpa

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