DLRG ist der Betreiber

Neues Zentrum für Wasserrettung in Wildeck

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Auf Jungfernfahrt mit dem neuen Ausbildungs- und Rettungsboot der DLRG-Ortsgruppe Wildeck auf dem Kiessee am Ortsrand von Obersuhl vor dem Monte Kali bei Heringen als Hintergrund: An Bord waren neben der Besatzung die Ehrengäste der Feier.

Obersuhl. Im Landkreis Hersfeld-Rotenburg gibt es ein neues Schulungszentrum für Wasserrettung. Diese Nachwuchsschmiede am grünen Band im Herzen Deutschlands befindet sich in der Gemeinde Wildeck.

Standort für die Aus- und Fortbildung ist der Kiessee am Ortsrand von Obersuhl. In einem Festakt erhielt der Kreisverband Hersfeld-Rotenburg der Deutschen Lebens-Rettungs-Gesellschaft (DLRG) als Betreiber des Schulungszentrums die Urkunde von den Wildecker Kieswerken zur Nutzung des Gewässers für die Ausbildung von Wasserrettern und Bootsführern.

Der Höhepunkt der Feier mit vielen Gästen und Besuchern war die Taufe und offizielle Inbetriebnahme des neuen Ausbildungs- und Rettungsbootes der DLRG-Ortsgruppe Wildeck. Dieses Wasserfahrzeug wurde von der Europäischen Union durch das Programm Leader (Europäischer Landwirtschaftsfonds für die Entwicklung des ländlichen Raums) gefördert. Zu den Gesamtkosten von über 65.000 Euro gab es einen Zuschuss von 26.748 Euro.

„Große Verantwortung“

„Das neue Boot ist maßgefertigt und vollgestopft mit modernster Technik“, sagte Kreisvorsitzender Jürgen Brill bei der Übergabe. Diese Ausrüstung auf dem neuesten Stand sei gerade für die Jugendlichen des Verbandes wichtig.

Brill stellte einige dieser Nachwuchskräfte vor, die als fertig ausgebildete Wasserretter das Jugend-Einsatz-Team (JET) bilden und denen nun die Möglichkeit geboten werde, die modernsten Technologien der Wasserrettung kennenzulernen. Die jungen Menschen würden bereits in jungen Jahren eine große Verantwortung übernehmen. An ihrem Handeln hänge Menschenleben. Dabei setzten sie sich selbst einer Gefahr aus, um anderen Menschen das Leben zu retten. Die Pflicht des Verbandes sei es deshalb, die Gefahr durch gute Ausbildung und hochwertiges Equipment so gering wie möglich zu halten. Dafür biete des neue Ausbildungs- und Rettungsboot die besten Voraussetzungen.

Arbeit verdient größten Respekt

Landrat Dr. Michael Koch würdigte die Arbeit der DLRG-Ortsgruppe Wildeck: „Sie haben vielen Menschen das Schwimmen beigebracht, jede Menge Rettungsschwimmer ausgebildet und auch einige Menschen vor dem Ertrinken gerettet.“ Das verdiene größten Respekt. Vor dem Hintergrund von allein 537 Badetote im Vorjahr in Deutschland sei er froh, dass es die DLRG gibt. Die Wildecker Mitglieder seien aktiv im Hallen- und Freibad, am Kiessee und an der Werra in unmittelbarer Nähe. Eine große Rolle spiele die Jugendförderung im Verein. Die Hälfte der 370 Mitgliedern seien Kinder und Jugendliche, die nicht nur aus- und fortgebildet würden. Sie hätten auch ihren Spaß bei vielfältigen Aktivitäten.

Warum dem neuen Rettungsboot Sturm und hohe Wellen nichts ausmachen und weitere interessante Informationen finden Sie in der gedruckten Montagsausgabe unserer Zeitung und im E-Paper. 

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