Abowind stellt Projekt vor

Pläne für Windpark Nentershausen kontrovers diskutiert

+
Blick über Richelsdorf: So würde der geplante Windpark von dem Dorf aus zu sehen sein.

Richelsdorf. Die Firma Abowind hat bei einer Infomesse ihre umstrittenen Pläne für den Windpark Nentershausen vorgestellt. Etwa 60 Besucher kamen.

Die Pläne des Unternehmens Abowind, einen Windpark bei Nentershausen zu errichten, sorgen für Wirbel in der Region. Mitte Mai hatte die Bürgerinitiative „Rettet das Richelsdorfer Gebirge“ bei einer Infoveranstaltung massive Kritik an den Plänen geübt. Am Donnerstag veranstaltete die Firma Abowind eine Infomesse in Richelsdorf, um ihre Sicht der Dinge darzustellen.

Zu der Veranstaltung sind etwa 60 Bürger gekommen, vor allem Gegner des geplanten Windparks, aber auch einzelne Befürworter. „Für uns ist es wichtig, gerade auch mit den Gegnern ins Gespräch zu kommen“, sagt Abowind-Pressesprecher Alexander Koffka. „Die Gespräche werden sicher nicht Gegner zu Befürwortern machen, aber die ganze Situation entschärfen. Wir wollen zeigen, dass wir keine Dämonen sind, die über Landschaften hereinbrechen und sie zerstören, sondern auch nur Menschen, die arbeiten, um ihre Familien zu ernähren.“ Und Abowind wolle natürlich dazu beitragen, dass die Energiewende auf allen Ebenen gelinge.

„Der geplante Windpark würde jährlich etwa 70 Millionen Kilowattstunden sauberen Strom produzieren. So viel verbrauchen etwa 20 000 durchschnittliche Haushalte“, betont Abowind.

Die meisten der Besucher stehen den Planungen kritisch bis ablehnend gegenüber. Viele halten die Vorrangfläche für falsch gewählt, haben grundsätzliche Vorbehalte gegen Windkraftnutzung im Forst oder befürchten Beeinträchtigungen durch Schall und Schatten, betonten Abowind-Vertreter nach der Veranstaltung.

Heinrich Fleischmann aus dem Nentershäuser Ortsteil Süß habe sich hingegen als klarer Befürworter zu erkennen gegeben, berichtet Abowind. „Auch wenn ich mich damit nicht bei allen Nachbarn beliebt mache: In meinen Augen ist es notwendig, solche Windparks zu errichten, damit die Energiewende funktioniert.“ So zitiert das Unternehmen den Süßer.

So wie der gelernte Elektrotechniker nutzten viele Bürger die Veranstaltung, um in angenehmer Atmosphäre und freundlichem Ton umso leidenschaftlicher über das Für und Wider des Windparks zu debattieren, teilt Abowind mit.

Was Abowind zu den Themen Immobilienpreise, Tourismus, Lebensqualität oder Naturschutz gesagt und an den Schautafeln aufgezeigt hat, lesen Sie in der gedruckten Samstagsausgabe unserer Zeitung und im E-Paper. 

Das könnte Sie auch interessieren

Kommentare

Unsere Kommentarfunktion wird über den Anbieter DISQUS gesteuert. Nutzer, die diesen Dienst nicht verwenden, können sich hier über das alte HNA-Login anmelden.

Hinweise zum Kommentieren:
In der Zeit zwischen 17 und 9 Uhr werden keine neuen Beiträge freigeschaltet.

Auf HNA.de können Sie Ihre Meinung zu einem Artikel äußern. Im Interesse aller Nutzer behält sich die Redaktion vor, Beiträge zu prüfen und gegebenenfalls abzulehnen. Halten Sie sich beim Kommentieren bitte an unsere Richtlinien: Bleiben Sie fair und sachlich - keine Beleidigungen, keine rassistischen, rufschädigenden und gegen die guten Sitten verstoßenden Beiträge. Kommentare, die gegen diese Regeln verstoßen, werden von der Redaktion kommentarlos gelöscht. Bitte halten Sie sich bei Ihren Beiträgen an das Thema des Artikels. Lesen Sie hier unsere kompletten Nutzungsbedingungen.

Die Kommentarfunktion unter einem Artikel wird automatisch nach drei Tagen geschlossen.