Ausgelassene Stimmung in der Weißberghalle

Richelsdorf feiert Karneval: Von Arsen, Donald Trump und Hitzewallungen

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Richelsdorf außer Rand und Band: Auch dank der Stimmungskanonen Hanni Arfman, Jörg Krause und Michael Jansen waren die Narren in der Weißberghalle bester Laune. 

Von viertel nach acht bis viertel nach zwölf feierten die Richelsdorfer am Wochenende gleich zweimal Karneval. Wie immer unter dem Motto „Richelsdorf ist gar so schön“.

Das Fundament für Frohsinn und Heiterkeit legte Ortsvorsteher Wilfried Wetterau, der sein Leid über seine Ehefrau klagte und ein Loblied auf die Männerwelt sang. Der zwölfjährige Jannik Trott trat als „Pierre der Maler“ auf und überredete mithilfe von Sitzungspräsident Jörg Krause, der für den erkrankten Mike Rimbach eingesprungen war, jede Menge Zuschauer zum Stellen von originellen Bildern. Ein besonders gelungenes war „Suleika tränkt ihre Kamele“, wofür sich – ohne dass sie etwas ahnten – Narren des Obersuhler Carnevalvereins zur Verfügung stellten.

Julia Hornickel, Anne Krause und Melanie Meißner traten als „Trio ohne Jule“ auf und sorgten auf Stehleitern stehend und bedruckte Papierbögen umblätternd für wortlose Unterhaltung. Das ganze Gegenteil praktizierten die „Tegernseer Bierfreunde“ Tim und Tobias Bornschier, die sich bei einem kühlen Hellen über Gott und die Welt ausließen. Angefangen bei Donald Trump bis hin zu Ursula von der Leyen, die die Gorch Fock angeblich allein deswegen schon nicht ausmustern will, „weil sie so gut zum restlichen Bundeswehr-Portfolio passt“, bekamen alle ihr Fett weg.

Karneval in Richelsdorf

 © Wilfried Apel
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Lokalpolitisch natürlich auch die von Bibern heimgesuchten „Fettfüchse“ und die seit gefühlt zehn Jahren an ihrem Sporthaus bauenden „Ostereier“. Mit Blick auf die vor Ort festgestellte Arsenbelastung behaupteten sie: „Für die Hönebacher Landtagsabgeordnete Kaya Kinkel scheint Richelsdorf nicht zu existieren.“ Für tänzerische Höhepunkte sorgten vor der Pause das Funkenmariechen Julia Hildebrand, die Dance-Kids, die Garde, die Best-of-the-Eighties-Tänzerinnen, die den Wilden Westen lebendig werden ließen, und die „Hüpfendales“, die toll kostümiert fragten: „Wer hat mir die Rose auf den Hintern tätowiert?“

Volles Programm auch nach der Pause

Nach der Pause traten die „Flying Tiptoes“ auf, die den „Himmel brennen“ ließen, und die TSV-Mädels, die zusammen mit Udo Jürgens feststellten: „Ich war noch niemals in New York“. Als Putzfrauen mühten sich Christoph Moritz und Wilfried Wetterau ab, und als „Abschmecker“ glänzten Hans und Heinrich Bebendorf sowie Boris Rimbach mit gespielten Ballermann-Knallern. Michaela Meißner gab die „Frau für alle Fälle“ und haderte mit festsitzenden Kilos und tankenden Männern.

Noch etwas deftiger trugen die kurenden „Walkerinnen“ Annemarie Kohlhaas und Sabine Rimbach auf. Sie schlugen unter anderem vor, Frauen mit Hitzewallungen an Kraftwerke anzuschließen. Ob das bei den Auftritten der knackigen „Invalidos“ und der im Dschungel hüpfenden, viel Haut zeigenden „Dreamboys“ geholfen hätte, blieb offen.

Beim großen Finale sangen alle auf jeden Fall voller Inbrunst „I bin a Dorfkind“, und natürlich „Corrrdula Grüüün“.

Darüber lachte Richelsdorf: 

Die Walkerinnen: „Letzten Sommer saß unser Bürgermeister Alex im Wirt(h)shaus und weinte. Er kann ja auch machen, was er will: Die Obersuhler haben immer was zu meckern. Als ihm nach einem Gebet die Idee kam, auf den Obersuhler Teichen übers Wasser zu gehen, sagten die Obersuhler sofort: „Schwimmen kann er auch nicht.“ „Wenn sich Männer auf die Waage stellen, ziehen sie den Bauch ein.“

Die Putzfrauen: „Es gibt Frauen, die können anziehen, was sie wollen - denen steht gar nichts. Und es gibt Männer, die können ausziehen, was sie wollen - denen steht auch gar nichts.“

Die Tegernseer Bierfreunde: „Bis vor 100 Jahren haben die Frauen das Wahlrecht gefordert. - Zum Glück nur das Wahlrecht und nicht Rache!“ „Männer haben auch ihre weichen Seiten. Für eine Hilti würde jeder seine Frau verlassen. - Was ist daran falsch?“

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