Wichtiges Zeugnis hessischer Geschichte

Schlossruine in Wildeck wird erhalten: Sanierung geht voran

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Die Mauer an der Nordseite der Schlossruine ist bereits saniert: Das Foto entstand während der Arbeiten im vergangenen Herbst. Eine Gruppe von Bürgern hat vor kurzem einen großen Arbeitseinsatz gestartet und die Beschilderung im Wildecker Tal wieder auf Vordermann gebracht.

Wildeck. Als wichtiges Zeugnis und Dokument der hessischen Geschichte will das Land Hessen die Schlossruine Blumenstein vor dem Verfall bewahren. Die Sanierung wird sich über mehrere Jahre hinziehen.

Die Arbeiten am ersten Bauabschnitt hatten im Herbst 2016 begonnen und sind mittlerweile abgeschlossen. Die Schlossruine ist Teil des historischen Wildecker Tals, das in der Nähe des Wildecker Ortsteils Raßdorf liegt. Das Jagdschloss war 1727 gebaut worden. Davon sind ein Teil der Grundmauern und der charakteristische Torbogen erhalten.

Hessenforst als Eigentümer der Fläche hat 2016 insgesamt 60 000 Euro für den ersten Bauabschnitt ausgegeben, berichtet Volker Neumann vom Forstamt Rotenburg. Dabei wurde vom Torbogen aus gesehen die linke Mauer saniert. Diese Mauer an der Nordseite und Nordost-Ecke ragt noch vergleichsweise hoch hinaus.

2017 soll die Mauer auf der Südseite gesichert und teilweise auch ersetzt werden. Dafür sind noch Vorarbeiten nötig, zum Beispiel das Zurückschneiden von Büschen. Bei diesen Vorarbeiten könnten auch Mitglieder des Fördervereins mit anpacken, der Ende Januar gegründet werden soll.

Neue Schilder: Im Wildecker Tal findet man sich jetzt wieder zurecht.

Insgesamt sind drei Bauabschnitte für die Grundsicherung der Burg geplant, berichtet Neumann.

Sicherheit ist wichtig 

„Das primäre Ziel ist neben dem Erhalt der Schlossruine die Herstellung der Verkehrssicherheit“, erläutert Ansgar Brockmann, Bezirkskonservator beim Landesamt für Denkmalpflege. Bei den Arbeiten im Herbst seien zunächst der Bewuchs und lose Mauerteile entfernt worden. Ein großes Stück war aus der Mauer herausgebrochen. Die Mitarbeiter der Fachfirma sorgten für die richtige Statik, setzten die Mauer instand, verfugten die bestehenden Mauerteile neu und stellten die Mauerkronen wieder her, berichtet der Bezirkskonservator.

Wie der Förderverein bei der Pflege des Schatzes helfen soll, lesen Sie in der gedruckten Donnerstagausgabe und im E-Paper unserer Zeitung.

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