Startschuss im April

Endlich geht es los: Obersuhler Laufbahn wird ab April saniert

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Geld aus dem Programm „Sportland Hessen“: Staatssekretär Mark Weinmeister (Mitte) sah sich unter anderem mit Bürgermeister Alexander Wirth und Landrat Dr. Michael Koch die Schäden an der Laufbahn an. Es gab aber nicht nur einen Zuschuss vom Land. Koch brachte auch die Genehmigung des Haushalts der Gemeinde mit.

Jetzt wird doch noch alles gut: Nachdem die Stadionlaufbahn in Obersuhl endlose Jahre gesperrt war, steht fest: Ihre Sanierung soll in den Sommerferien abgeschlossen sein.

Auch die Finanzierung steht. Die Sanierung wird 600 000 Euro kosten. Das berichtete Wildecks Bürgermeister Alexander Wirth.

Die Gemeinde hat 600 000 Euro für die Planung und die Sanierung in ihrem Haushalt bereitgestellt. An dieser Summe beteiligt sich auch das Land Hessen mit einem Zuschuss von 100 000 Euro.

Europastaatssekretär Mark Weinmeister übergab Bürgermeister Wirth den Zuwendungsbescheid am Donnerstag. Das Geld kommt aus dem Sonder-Investitionsprogramm „Sportland Hessen“, das über ein jährliches Volumen von fünf Millionen Euro verfügt.

„Ich bin sehr froh darüber, dass es in gemeinsamer Kraftanstrengung gelungen ist, die Sanierung der Kunststofflaufbahn in Angriff zu nehmen“, betonte Weinmeister. „Ich bin auch erleichtert, dass hier in absehbarer Zeit wieder auf höchstem Niveau trainiert werden kann und vor allem Wettkämpfe veranstaltet werden können“, betonte der Staatssekretär. Er bedankte sich bei allen Engagierten, ob Sportler oder Förderer des Vereins, für ihre Arbeit. „Ihnen gebührt unser Respekt.“

Die Geschichte der Laufbahn ist eine Geschichte, in der fast alles schief lief. 2009 war die frisch sanierte Kunststofflaufbahn wieder eingeweiht worden. Schon nach kurzer Zeit wurden erste Mängel festgestellt. Es bildeten sich immer größere Blasen unter dem Belag. Zum Teil löste sich der Belag auch. Die Bahn wurde gesperrt.

Schnell war klar, dass bei der Sanierung nachlässig gearbeitet worden war. Doch auch der Weg, Schadenersatz zu bekommen, war steinig. Seit 2015 klagte die Gemeinde vor Gericht gegen die Baufirma und die Planer. Beide wurden schließlich zur Zahlung von jeweils etwa 200 000 Euro verurteilt. Das Geld des Architekturbüros, das versichert war, ist bei der Gemeinde eingetroffen. Das berichtete Bürgermeister Wirth. Das Geld von der Baufirma zu bekommen, wird nicht so einfach. Die Gemeinde muss das Geld eintreiben. Die Firma wurde zwischenzeitlich von einer anderen Firma übernommen. Das Verfahren läuft in Richtung Zwangsversteigerung.

Das alles traf vor allem den Turnverein Obersuhl hart. Der Traditionsverein hatte hessenweit bekannte Sportfeste dort veranstaltet. Betroffen waren auch die Schüler der Gesamtschule und der Grundschule, von denen viele bei der Bescheidübergabe in der Großsporthalle dabei waren – auch für den Staatssekretär eine ungewöhnlich große Kulisse für eine Bescheid-Übergabe. „Dass wir die Laufbahn jetzt sanieren können, ist ein schönes Beispiel dafür, dass wir – wie in anderen Bereich auch – das Ende eines langen Tunnels erreicht haben“, betonte Bürgermeister Wirth.

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