Bei Pokalschießen in Obersuhl

Trommel eines Revolvers platzt auf Schießstand - 42-Jähriger wurde verletzt

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Beim Pokalschießen des Schützenbezirks Rotenburg ist die Trommel eines Revolvers geplatzt und hat einen 42-Jährigen verletzt.

Bei einem Pokalschießen des Schützenbezirks Rotenburg in Obersuhl wurde ein 42-Jähriger verletzt. Auf dem Schießstand platzte die Trommel eines Großkaliber-Revolvers.

Zu einem bislang im Hessischen Schützenverband offenbar einmaligen Unfall ist es bei einem Pokalschießen des Schützenbezirks Rotenburg in Obersuhl gekommen. Auf dem Schießstand des Schützenvereins Diana platzte die Trommel eines Großkaliber-Revolvers.  Dabei wurde ein 42-jähriger Rotenburger auf der benachbarten Schießbahn durch herumfliegende Teile am Arm verletzt.

Er wurde zur ärztlichen Versorgung ins Krankenhaus gebracht. Das teilte der Pressesprecher des Polizeipräsidiums Osthessen, Dominik Möller, auf Anfrage unserer Zeitung mit.

Schütze blieb unverletzt

Der Unfall passierte bereits am Samstag, 21. Dezember, gegen 15.30 Uhr. Er wurde aber erst jetzt bekannt. Nach derzeitigem Erkenntnisstand platzte die Trommel des Revolvers eines 31-jährigen Teilnehmers aus Alheim, als er einen Schuss abgab. Der Schütze selbst blieb unverletzt und der verletzte Schütze hatte noch Glück im Unglück.

Im Unterschied zu Selbstladepistolen sind bei Revolvern die Patronen nicht im Magazin, sondern in der hinter dem Lauf drehbar angebrachten Trommel geladen.

„Im Zuge der bisherigen polizeilichen Ermittlungen haben sich keine Anhaltspunkte auf einen unsachgemäßen Gebrauch des Revolvers ergeben“, berichtet Pressesprecher Möller. Möglicherweise sei ein technischer Defekt die Ursache für das Platzen der Trommel.

Vorsorglich stellte die Polizei den Revolver für mögliche Untersuchungen sicher. Die Polizei will ihre Ermittlungen jetzt zügig abschließen und der Staatsanwaltschaft Fulda zur weiteren Entscheidung übergeben.

Sicherheitsvorkehrungen eingehalten

„Wir wissen nicht, was da genau passiert ist und warum die Trommel geplatzt ist“, betonte der stellvertretende Vorsitzende des Schützenvereins Diana, Andreas Mack, auf Anfrage. „Wir können uns das nicht erklären. Das müssen jetzt Experten herausfinden“, sagte Mack. Die Sicherheitsvorkehrungen seien wie bei allen Wettkämpfen genau eingehalten worden. Die Aufsichtspflicht hat bei solchen Wettkämpfen jeweils der Veranstalter.

„Es wird alles Menschenmögliche getan, um für Sicherheit beim Schießsport zu sorgen“, sagt Dieter Thielmann, der Bezirksschützenmeister des Schützenbezirks Rotenburg. Den an dem Wettkampf Beteiligten in Obersuhl könne man keinerlei Vorwurf machen. Das sei ein bedauerlicher Unfall gewesen, betont Thielmann.

Von René Dupont

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