Gemeindevertretung

Einig in schwierigen Zeiten: Wildecker Parlament verabschiedet Haushalt 2019

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Ausgaben für den Nachwuchs: Im Haushalt der Gemeinde Wildeck für 2019 steht auch Geld für den geplanten Krippen-Neubau in der Nähe der Kita Obersuhl (Foto) bereit und für den Ausbau des Dachgeschosses der Kita in Bosserode. 

Wildeck. Grünes Licht hat die Wildecker Gemeindevertretung für den Haushalt der Gemeinde und Gemeindewerke für 2019 gegeben. Auch die Kleinschwimmhalle war wieder mal Thema. 

Bürgermeister Alexander Wirth konnte sein Zigarettchen nach der Sitzung der Gemeindevertreter am Donnerstagabend in Richelsdorf entspannt rauchen. Einstimmig hatte die Wildecker Gemeindevertretung zuvor grünes Licht für den Haushaltsentwurf der Gemeinde und Gemeindewerke für 2019 gegeben – in finanziell schwierigen Zeiten keine Selbstverständlichkeit. Und so gab es auch viel Lob für die Verwaltung von allen Seiten.

„Mit diesem Etat legen wir den vierten ausgeglichenen Haushalt in Folge vor“, betonte Wirth. Trotz des Überschusses bleibe die Lage der Gemeinde aber finanziell sehr angespannt. Die Spielräume seien sehr klein. Erfreulich sei, dass sich die Stromsparte wieder positiver entwickele.

Die Gemeindewerke können seit kurzem ganz Wildeck mit Strom versorgen. „Ich bitte alle Wildecker, ihren Strom künftig auch von uns zu beziehen. Jede Einnahme durch Mehrkunden im Strombereich macht unseren Strom nicht nur günstiger, die Gewinne fließen auch zu 100 Prozent in unserer Gemeinde ein und entlasten die Bürger so auch wieder“, betonte Wirth.

„Im Ergebnishaushalt ist ein Überschuss eingeplant. Ich denke, das ist ein gutes Zeichen“, sagte Bernd Linß (FWG). Wichtig sei eine kluge Ausgaben- und Einnahmen-Politik.

Christof Schade hob das attraktive Angebot hervor, das Wildeck seinen Bürgern bietet. Auch das Freibad müsse unbedingt erhalten bleiben, betonte Schade für die CDU-Fraktion. „Die Kleinschwimmhalle aber kann sich die Gemeinde nicht mehr leisten, da sie für den größten Teil der Wildecker Bevölkerung nicht mehr interessant ist“. Die CDU forderte den Gemeindevorstand auf, die Zukunftsfähigkeit der Halle erneut zu prüfen.

„Wir sind auf dem richtigen Weg“, sagte Gerhard Bick (FDP). Die Schwimmhalle dürfe aber auf keinen Fall geschlossen werden. Sie sei ein wichtiges Angebot vor allem auch für Kinder, die dort schwimmen lernen.

„Wir haben gelernt, vorsichtig zu planen, und sollten das auf der Ausgabenseite auch beibehalten, denn die fetten Jahre sind vorbei“, sagte Martina Selzer (Grüne). „Auf der Einnahmenseite gibt es Potenziale, die keine Mehrbelastung der Bürger darstellen.“ So sei das touristische Potenzial Wildecks hoch. Es seien aber noch keine Anstrengungen gemacht worden, um es zu heben.

„Auch in Zukunft müssen wir versuchen, Bestehendes zu erhalten und Neues zu schaffen. Dieser Spagat wird eine Heros-Aufgabe werden, sollte aber jedem Gemeindevertreter am Herzen liegen“, sagte Armin Körzell (SPD).

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