"Preise durchaus konkurrenzfähig" 

Wildecker Gemeindewerke bieten ab sofort Strom für alle Ortsteile an

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Eine Glühbirne in der Hand als Symbol: Über die Ausweitung der Stromversorgung freuen sich von links Bürgermeister Alexander Wirth, Sachbearbeiterin Christina Wehnes und der stellvertretende Leiter der Gemeindewerke, Tobias Bornschier. Zum engagierten Strom-Team gehört auch noch Sachbearbeiterin Lea Schwab. 

Gute Nachricht für Wildeck: Die Gemeindewerke bieten ab sofort Strom nicht nur für Obersuhl, sondern für alle Ortsteile an. Gewinne kommen der Gemeinde zugute. 

Seit vielen Jahren sind die Wildecker Gemeindewerke der Betreiber des Netzes in Obersuhl und Stromvertreiber dort. Jetzt beliefern die Gemeindewerke auch Privatleute und Betriebe in den Ortsteilen Bosserode, Hönebach, Richelsdorf und Raßdorf mit Strom. Netzbetreiber dort bleibt das Unternehmen Energienetz Mitte. Das berichtet Bürgermeister Alexander Wirth.

„Viele Jahre lang ist das Stromgeschäft stiefmütterlich behandelt worden. Schon Jahre, bevor ich Bürgermeister wurde, haben Gemeindevertreter immer wieder eine Ausweitung gefordert“, sagt Wirth. Nach längerer Vorbereitungsphase ist es jetzt soweit.

Die Preise

Strom ist das Einzige, mit dem die Gemeindewerke Geld verdienen können. „Unsere Preise sind durchaus konkurrenzfähig“, betont Tobias Bornschier, der stellvertretende Leiter der Gemeindewerke. „Auch wenn die Kunden vielleicht ein oder zwei Cent mehr zahlen als bei einem anderen Anbieter, unser großer Vorteil ist, dass der Gewinn wieder in der Gemeinde investiert wird“, sind sich Wirth und Bornschier einig. Es gehe dabei ja auch um die Verbundenheit mit der Gemeinde.

Wenn alles gut läuft, hofft die Gemeinde, langfristig die Preise auch senken zu können. Doch das ist Zukunftsmusik. Zurzeit versorgen die Gemeindewerke 1100 Kunden mit Strom, 300 Kunden nutzen fremde Versorger.

Die Arbeit

Bis 2016 hatten externe Dienstleister unter anderem die Abrechnung und Meldepflichten übernommen. Das kostete die Gemeinde 150.000 Euro pro Jahr. 2016 übernahmen die Gemeindewerke das dann selbst. Eine zusätzliche Stelle in der Verwaltung wurde geschaffen und einmalig Computerprogramme für 40.000 Euro angeschafft. „Damit sind die Kosten für uns weitaus geringer als vorher“, betont der Bürgermeister.

Das Stromgeschäft läuft nicht mehr nebenbei. Seit der Energiewende sind die Anforderungen stark gestiegen. Die Sachbearbeiterinnen in der Verwaltung mussten zahlreiche Fortbildungen besuchen. Zurzeit speisen auch 115 private und gewerbliche Fotovoltaikanlagen Strom ins Netz der Gemeindewerke. Auch das muss abgerechnet werden.

Nicht ohne Stolz berichtet Bürgermeister Wirth, dass er seit 1. Februar der erste private Kunde ist, der Strom von den Gemeindewerken in den Ortsteilen bezieht. Er wohnt in Richelsdorf.

Die Gemeinde

Auch die Gebäude und Anlagen der Gemeinde außerhalb von Obersuhl werden seit dem 1. Februar mit Strom von den eigenen Gemeindewerken versorgt. Das allein sind schon 450 000 Kilowattstunden pro Jahr.

Kontakt: Christina Wehnes, 06626/9200-15 und Lea Schwab, 06626/9200-14. Weitere Infos zu den Tarifen gibt es auf der Internetseite der Gemeinde unter dem Stichwort „Gemeindewerke“.

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