Wildecker hoffen auf Hallenbad-Sanierung: Entscheidung in Kürze

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Muss dringend saniert werden: Die Kleinschwimmhalle in Obersuhl.

Wildeck. Seit Jahren ringen die Wildecker um den Erhalt der Kleinschwimmhalle Obersuhl, die grundlegend saniert werden muss. Dabei geht es um viel Geld. In Kürze steht eine wichtige Entscheidung an, die das Bad betrifft.

Das Bundesministerium für Umwelt, Naturschutz und Bau will möglicherweise noch in dieser Woche bekannt geben, wer Geld aus dem neuen Programm erhält, mit dem der Bund die Sanierung kommunaler Projekte in den Bereichen Sport, Jugend und Kultur fördert. Das Programm unterstützt kommunale Projekte bis zum Jahr 2018 mit insgesamt 100 Millionen Euro. Der Bund fördert einzelne Projekte mit Beträgen zwischen einer und vier Millionen Euro.

Auf Vorschlag der Verwaltung hatte die Wildecker Gemeindevertretung im November einstimmig beschlossen, einen Antrag auf Förderung aus diesem Programm für die Sanierung der Kleinschwimmhalle zu stellen. Lediglich ein Mitglied der Fraktionen CDU und FWG hatte sich damals enthalten.

Das neue Bundesprogramm ist Teil des Zukunftsinvestitionsprogramms der Bundesregierung. 980 Förderanträge sind zu dem Sanierungsprogramm für kommunale Einrichtungen eingegangen. Das berichtete Andreas Kübler, der Pressesprecher des Ministeriums, auf Anfrage unserer Zeitung.

„Die Entscheidung wird voraussichtlich in dieser Woche bekannt gegeben“, betonte er. Die Förderquote des Bundes für die Projekte beträgt 45 Prozent. Den restlichen Anteil müssen die Kommunen selbst aufbringen.

Kommunen, die sich in einer Haushaltsnotlage befinden, wird sogar eine Förderung von 90 Prozent in Aussicht gestellt. Die Kommunalaufsicht hat der Gemeinde Wildeck bereits bestätigt, dass sie sich in einer Haushaltsnotlage befindet.

Gefördert werden vor allem Projekte mit „sehr hoher Qualität im Hinblick auf ihre Wirkungen für den sozialen Zusammenhalt in der Kommune“, heißt es in den Förderrichtlinien. Die Projekte sollen auch einen Beitrag zum Klimaschutz aufweisen. „Die Sanierungsmaßnahmen sind Projekte, mit denen in der Regel Aufgaben und Probleme von erheblicher finanzieller Dimension gelöst werden“, heißt es in den Richtlinien weiter. Unter den infrage kommenden Sportstätten werden ausdrücklich öffentlich genutzte Schwimmhallen genannt. Ein Kriterium ist auch die überregionale Bedeutung.

Die Kommunalaufsicht des Landkreises Hersfeld-Rotenburg hatte der Gemeinde Wildeck bereits 2012 die Aufnahme von Krediten zur Sanierung der Schwimmhalle untersagt. Grund ist die finanzielle Situation der Gemeinde.

Wildecks Bürgermeister Alexander Wirth betonte auf Anfrage: „Wir müssen jetzt abwarten, wie die Entscheidung ausfällt. Danach sehen wir, wie es weitergeht.“

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