Wirth: Bürger über Hallenbad entscheiden lassen

Zurzeit noch geschlossen: die Schwimmhalle in Obersuhl.

Obersuhl. Wildecks Bürgermeister weist die Vorwürfe des Vorsitzenden des Bauausschusses zurück. Die Art der Kritik sei bedenklich, sagt er in einer Stellungnahme.

Zunächst halte ich fest, dass es die Ansicht von Herrn Bick ist, dass die Instandsetzung und Inbetriebnahme der Obersuhler Kleinschwimmhalle bewusst verzögert worden ist“, betont Wildecks Bürgermeister Alexander Wirth in einer Stellungnahme zu den Vorwürfen.

Falsch sei, dass das Blockheizkraftwerk (BHKW) Hauptversorger für die Schwimmhalle und das Fitnessstudio ist. Mit einer Heizleistung von etwa 27 kW könne das Kraftwerk für ein solches Objekt nur als Unterstützung angesehen werden.

Das ist der Notplan

Wirth schreibt weiter in seiner Stellungnahme: Gerhard Bick führte ein Gespräch mit seinem Heizungsinstallateur, der zufällig auch die Heizungsanlage unserer Kleinschwimmhalle wartet. Dieser Installateur berichtete ihm, dass das Hallenbad vorübergehend auch ohne Kaskadenerweiterung betrieben werden kann. Voraussetzung: Das mittlerweile zehn Jahre alte BHKW hat keinen Ausfall und die Außentemperatur fällt nicht unter null Grad. Das war beziehungsweise ist der Notplan!

„Natürlich hätte ich mir gewünscht, dass ich diese Information früher bekommen hät-te“, betont der Bürgermeister. Unverzüglich nach Erhalt dieser Information sei Anfang November der Startschuss für die Inbetriebnahme der Kleinschwimmhalle durch die Betriebskommission gegeben worden.

„Dass die umfangreiche Beantwortung bezüglich des KIP-Programmes letztlich zu lange gedauert hat, ist unstrittig, ist aber unter anderem auch der sehr aufwendigen Rückführung des Stromvertriebs in die Eigenregie in die Gemeindewerke hin geschuldet“, erklärt Wirth. Das sei ebenfalls bereits Anfang November in den gemeindlichen Gremien diskutiert worden.

„Persönlich finde ich diese Art der öffentlichen Kritik an Sachbearbeitern höchst be-denklich“, betont Wirth. „Vielleicht sollte man in Wildeck alle Bürgerinnen und Bürger im Rahmen eines Bürgerentscheides entscheiden lassen, ob sich Wildeck ein Hallenbad und/oder ein Freibad mit insgesamt etwa 300 000 Euro jährlichen Verlusten leisten kann. Dann weiß am Ende jeder, wofür er zu kämpfen hat.“

„Und zu guter Letzt finde ich es höchst bedenklich, dass solche Kritik seitens der FDP vor der Berichterstattung nicht mit dem Koalitionspartner SPD und dem Bürgermeister diskutiert wird, der von beiden Parteien im Bürgermeisterwahlkampf unterstützt wurde“, so Wirth weiter. „Erschwerend kommt dazu, dass FDP, SPD und ich als Bürgermeister stets zur Kleinschwimmhalle gestanden haben. Es hat den Anschein, dass diese Diskussion offensichtlich nur von einigen wenigen Personen in einer Gaststätte in Obersuhl geführt wurde.“

Mehr zu den Vorwürfen, die Reparatur des Hallenbads Obersuhl sei bewusst verzögert worden, lesen Sie hier:

Hallenbad Obersuhl: Reparatur bewusst verzögert?

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