Grundstücksabsenkungen in Obersuhl

Gutachten: Schäden an Häusern nicht durch Kiesabbau

Der Kies wird zwar auf Untersuhler Gebiet abgebaut, das Abbaugelände liegt aber nahe an Obersuhl: Im Hintergrund sind Häuser des Wildecker Ortsteils zu erkennen. Foto: Dupont

Obersuhl. Die Gutachten, die das Wildecker Kieswerk in Auftrag gegeben hat, kommen zu einem eindeutigen Schluss: Einen Zusammenhang zwischen dem Kiesabbau und den Schäden an Häusern im östlichen Obersuhl gibt es nicht.

Die beauftragte Sachverständige hat 13 Häuser im Sandweg und Auweg in Obersuhl unter die Lupe genommen und zu jedem Haus ein Gutachten erstellt. In keinem Fall fand sie einen Zusammenhang zwischen den zum Teil erheblichen Rissen und Senkungen an und in den Häusern und dem Kiesabbau. Das berichten der Geschäftsführer der Unternehmensgruppe Irma Oppermann, Matthias Nörthen, und der Geschäftsführer des Wildecker Kieswerks, Berndt Hühne, im Gespräch mit unserer Zeitung. Das Kieswerk ist eine Tochter der Firma Oppermann, die ihren Sitz in Edertal (Kreis Waldeck-Frankenberg) hat.

Die Hausbesitzer halten einen Zusammenhang zwischen dem Kiesabbau und den Schäden für sehr wahrscheinlich. Sie gehen davon aus, dass der Grundwasserspiegel durch den Kiesabbau sinkt und das zu Senkungen auf den Grundstücken führt. Diesen Vorwurf weist das Kieswerk zurück. Auf dem Gebiet seien seit Langem mehrere Grundwasser-Messstellen eingerichtet. Eine weitere Messstelle sei nach dem Bekanntwerden der Kritik im Juni direkt am Auweg installiert worden. Die Zahlen belegten, dass der Kiesabbau zu keinen Schwankungen des Grundwassers führe.

Hauptursache für Schwankungen beim Grundwasser seien Niederschläge. Vor allem starke Niederschläge oder lange Trockenheit wirkten sich aus. Im Zeitraum von Juni bis heute habe es Schwankungen im Bereich von maximal 30 Zentimetern gegeben - nach oben und nach unten. Stündliche Schwankungen gebe es gar nicht oder seien minimal. In jedem Fall sei nicht der Kiesabbau die Ursache.

Von René Dupont 

Was die Hausbesitzer zu den Gutachten sagen und warum sich auch die Gemeinde Wildeck rechtfertigen muss, lesen Sie in der gedruckten Donnerstagsausgabe der HNA Rotenburg-Bebra.

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