Corona-Krise

Willkommenstag für Schüler: Präzenzunterricht für die Mittelstufe beginnt

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Etwa 6000 Mittelstufenschüler im Landkreis Hersfeld-Rotenburg sowie weitere Schüler werden am Montag in die Schulen zurückkehren. 

Nachdem die Schülerinnen und Schüler der Abschlussklassen bereits seit Ende April wieder in den Schulen unterrichtet werden, beginnt am Montag der zweite Schritt zum Präsenzunterricht: Etwa 6000 Mittelstufenschüler im Landkreis sowie weitere Schüler der Beruflichen Schulen und der E-Phase (Jahrgangsstufe 11) in der gymnasialen Oberstufe werden in die Schulen zurückkehren.

Schulamtsleiterin Anita Hofmann weiß, dass von Alltag keine Rede sein kann: „Dafür war die Zeit der Abwesenheit zu lang, die Arbeitsformen waren andere“, sagt sie. Bis zum Schuljahresende Anfang Juli findet nach ihrer Einschätzung aber ein wichtiger Schritt statt: „Bildung hat auch den Aspekt der Bindung“, sagt sie. Lernen in der Gruppe, persönlicher Kontakt zu den Lehrkräften – das alles gehöre dazu.

Weitere Öffnungsphasen

Ziel der Landesregierung ist es, jedem Schüler bis zu den Sommerferien Anfang Juli acht Unterrichtstage in der Schule zu ermöglichen. Dazu wird es noch eine weitere Öffnungsphase geben: Ab 2. Juni sollen alle beschult werden. Allgemeingültige Regeln, wie der Unterricht gestaltet wird, gibt es nicht. Das zeigt ein Blick auf die Homepages der Schulen: Dort ist genau nachzulesen, welche Jahrgangsstufe an welchem Tag und für wie viele Stunden zu erwarten ist. So werden zum Beispiel an der Blumensteinschule in Obersuhl, einer integrierten Gesamtschule, am Montag und Dienstag die Jahrgangsstufen 7 und 8 zurückerwartet, die in kleinen Gruppen unterrichtet werden. „Montag wird eine Art Willkommenstag“, sagt Leiterin Doritha Rudschewski. „Die Schüler haben zunächst zwei Stunden Klassenlehrerunterricht und können sich über ihre Erfahrungen, aber auch ihre Ängste austauschen.“ Auch die Schulsozialarbeit stehe dafür bereit. Ähnlich wird es auch in der Rotenburger Jakob-Grimm-Schule gehandhabt, erklärt der stellvertretende Schulleiter Dr. Roland Kaplonek.

Abschiedsphase der Älteren

Die Wiedereingliederung der jüngeren Schüler trifft mitten in die Abschiedsphase der Älteren: Die Haupt- und Realschulprüfungen sind für den 25., 27. und 29. Mai geplant, dann endet der Präsenzunterricht für die Abschlussklassen. Die schriftlichen Prüfungen für das Fachabitur an den Beruflichen Schulen laufen seit Donnerstag. Auch deren Schüler haben danach keine Präsenzpflicht mehr, andere Klassen können in die Schulen geholt werden. 

Klage könnte Grundschüler stoppen

Eigentlich sollen am Montag auch die Viertklässler wieder die Grundschulen besuchen. Ob das gelingt, ist abhängig von einem Urteil des Verwaltungsgerichts in Kassel. Eine Schülerin hatte dagegen geklagt (wir berichteten). Für die Leiterin des Staatlichen Schulamts ist diese Klage nicht nachvollziehbar: Es sei verantwortungslos, deshalb alle Viertklässler, Eltern und Lehrkräfte zu verunsichern, sagt Hofmann. Vor den Kindern liege ein Wechsel in ein weiterführendes Schulsystem. Dazu gehöre auch ein ordentlicher Abschied. 

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