Resolutionen zu Energie und Demokratie

Wirbel um Windkraft in Eiterfeld

Ihnen reicht’s: Buchenaus Ortsvorsteher Frank Otter und FWG-Fraktionsvorsitzender Pascal Möller wollen keine weiteren Windkraftanlagen rund um den Eiterfelder Ortsteil Buchenau aufgestellt wissen. Aktuell sind dort acht weitere Windräder geplant.
+
Ihnen reicht’s: Buchenaus Ortsvorsteher Frank Otter und FWG-Fraktionsvorsitzender Pascal Möller wollen keine weiteren Windkraftanlagen rund um den Eiterfelder Ortsteil Buchenau aufgestellt wissen. Aktuell sind dort acht weitere Windräder geplant.

Mit einer Resolution will die Eiterfelder FWG den weiteren Ausbau von Windkraftanlagen in der Gemeinde verhindern.

Eiterfeld – Die FWG-Fraktion in der Eiterfelder Gemeindevertretung hat zur Sitzung am Donnerstag, 20. Mai, in einem Antrag eine Resolution an das Regierungspräsidium Kassel verfasst. Darin geht es um den Stopp der geplanten Erweiterung von Windenergieanlagen auf dem Gebiet der Marktgemeinde.

Im Bereich Buchenau werden bereits 15 Windenergieanlagen betrieben. Nun sollen dort noch acht weitere Anlagen hinzukommen. Zusätzlich gibt es Planungen bei Ufhausen, im Bereich „Eichberg“, weitere Windenergieanlagen aufzustellen.

„Dies kann die FWG-Fraktion unter keinen Umständen akzeptieren, da sich im Gebiet bereits 17 Windenergieanlagen in Betrieb befinden. Die Marktgemeinde Eiterfeld leistet somit bereits einen großen Anteil zur Energiewende“, berichtet Pascal Möller, Fraktionsvorsitzender der FWG-Fraktion.

Die Eiterfelder Gemeindevertretung hatte bereits am 21. Mai 2015 die Vorranggebiete für Windenergienutzung FD 03, FD 04 und HEF 48 (Bereich Buchenau) sowie FD 06 und HEF 51 (Bereich Ufhausen) mit großer Mehrheit abgelehnt.

Erneut würden nun wirtschaftliche Interessen vor die Belange von Mensch, Tier und Umwelt gestellt.

„Mit der Resolution fordern wir nachdrücklich, auf das Aufstellen von weiteren Windenergieanlagen auf Gemeindegebiet zu verzichten und die Planungen umgehend zu stoppen“, so Möller.

Eine weitere Resolution bringen die Grünen in die nächste Sitzung ein. Sie haben laut ihres Antrags mit Sorge zur Kenntnis genommen, dass 9,24 Prozent der Wählerinnen und Wähler bei der Kommunalwahl in Eiterfeld „eine populistische rechtsradikale Partei“ in den Kreistag gewählt hätten und 44 Prozent der Menschen in der Marktgemeinde ihr Wahlrecht erst gar nicht in Anspruch genommen hätten. „Wir, die wir die demokratischen Parteien der Marktgemeinde vertreten, sind dazu aufgerufen herauszufinden, warum so viele Menschen in unseren Dörfern nicht zur Wahl gehen und warum viele Parolen folgen, die unsere freiheitlich demokratische Grundordnung verächtlich machen und unsere Gesellschaft durch Hetze gegen Minderheiten aufbringen“, sagt Grünen-Sprecher Thomas Budde. Wenn mehr Bürger von ihrem Wahlrecht Gebrauch machten, würde die prozentuale Gewichtung radikaler Parteien sicherlich kleiner ausfallen und die demokratisch gewählten Vertreter könnten sich auf einen breiteren Rückhalt in der Bevölkerung berufen, so Budde abschließend. (Mario Reymond)

Das könnte Sie auch interessieren

Kommentare

Kommentare

Hinweise zum Kommentieren:
Auf HNA.de können Sie Ihre Meinung zu einem Artikel äußern. Im Interesse aller Nutzer behält sich die Redaktion vor, Beiträge zu prüfen und gegebenenfalls abzulehnen. Halten Sie sich beim Kommentieren bitte an unsere Richtlinien: Bleiben Sie fair und sachlich - keine Beleidigungen, keine rassistischen, rufschädigenden und gegen die guten Sitten verstoßenden Beiträge. Kommentare, die gegen diese Regeln verstoßen, werden von der Redaktion kommentarlos gelöscht. Bitte halten Sie sich bei Ihren Beiträgen an das Thema des Artikels. Lesen Sie hier unsere kompletten Nutzungsbedingungen.