Trotz Schuldenlast: Nein zu höheren Gebühren für Freibad und Gemeinschaftshäuser

Es wird doch nicht teurer

Der BadePark: Mit einer Erhöhung der Eintrittspreise kämen wahrscheinlich weniger Menschen in das schöne Freizeitbad nach Ronshausen. Archivfoto:  Schaake

Ronshausen. Keine Gebührenerhöhung in Ronshausen: Die Gemeindevertreter lehnten eine Erhöhung der Gebühren für den BadePark, die Sauna und für die Nutzung des Hauses des Gastes und der Dorfgemeinschaftshäuser ab.

Teurer BadePark

Abgelehnt wurde allerdings auch ein Antrag der FDP-Fraktion, die Gebühren für den BadePark für Familien zu senken. Thomas Wenderoth (FDP) hatte begründet, der Eintritt ins Ronshäuser Bad sei mit Abstand am teuersten im Vergleich zu Bebra und Obersuhl. Doch eine Senkung, das wollte dann die große Mehrheit im Gemeindeparlament nicht riskieren.

Sparkonzept wird verlangt

Bürgermeister Friedhold Zilch hatte zu Beginn der Debatte betont, dass die hoch verschuldete Gemeinde von der Aufsichtsbehörde den Auftrag habe, ein Sparkonzept vorzulegen. Anderenfalls kann man auch nicht mit Geld vom Land zur Senkung der Schuldenlast rechnen.

„Wir sprechen über Peanuts.“

Trotzdem war man sich einig, dass die Bürger nicht weiter belastet werden sollten. Karl Hempel (CDU) meinte, eine Erhöhung sei kontraproduktiv, Rolf Hildebrandt (SPD) merkte zum Vorschlag der FDP an, man werde Mühe haben, die Gebühren nicht zu erhöhen, geschweige denn, sie zu senken. „Wir sprechen über Peanuts“, erklärte Rainer Wolf (WGR). Mehr als ein paar Hundert Euro bringe eine Erhöhung beim Schwimmbad-Eintritt nicht ein. Alle waren am Ende gegen eine Gebührenerhöhung im Schwimmbad, die FDP enthielt sich der Stimme. Einmütig lehnten anschließend alle Parlamentarier Erhöhungen für die Nutzung der Sauna und der Gemeinschaftshäuser ab.

Und noch bei einem weiteren Punkt ging es um das Geld der Ronshäuser Bürger. Es gibt eine neu gefasste Satzung über Straßenbeiträge. Die müssen gezahlt werden, wenn Straßen und Gehwege erneuert werden, dann werden die Anlieger zur Kasse gebeten. Unverändert bleiben die Anteile, die die Gemeinde übernimmt: 25 Prozent bei Anliegerstraßen, 50 bei innerörtlichen Durchgangsstraßen und 75 Prozent bei überörtlichen Durchgangsstraßen. Mit der Übernahme der aktuellen Mustersatzung des Hessischen Städte- und Gemeindebundes ändern sich aber verschiedene andere Punkte. Zwei Beispiele: Neu wird die gesamte Grundstücksfläche ohne die bisherige Tiefenbegrenzung berücksichtigt und auch für Eckgrundstücke wird es teurer. Die alte Satzung, die von 1988 stammte und 1995 geändert worden war, musste aktualisiert werden, sagte der Bürgermeister: „Wir brauchen eine gerichtsfeste Satzung.“

Die große Mehrheit stimmte dafür, die FDP-Fraktion sagte nein. (ank)

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