Stadt, Schule und Kirche ermöglichen Sportangebot – Zwei gut besuchte AGs

Es wird weiter „gejuggert“

Auf sie mit den Pompfen: Das Bild zeigt Schüler einer der beiden Jugger-AGs an der Jakob-Grimm-Schule. In den Händen halten sie ihre Sportgeräte, die wie Waffen aussehen und Pompfen heißen. Foto: Meyer

Rotenburg. In Rotenburger Turnhallen werden weiter die Pompfen geschwungen, Ketten geschleudert und Schädel ins Mal getragen. Stadt, Schule und Kirche haben sich jetzt geeinigt, zusammenzuarbeiten, damit Rotenburger Kinder und Jugendliche weiter Jugger spielen können.

Jugger ist eine noch neue Sportart, deren Elemente dem Vorbild eines Fantasyfilms entnommen wurden. Die Sportart mutet mit ihren waffenähnlichen Sportgeräten, die Pompfen genannt werden, und den oft aggressiv aufeinander zustürmenden Mannschaften archaisch an. Dabei basiert sie tatsächlich auf Zusammenarbeit und Fairness.

Projekt wurde Selbstläufer

In Rotenburg wurde Kindern und Jugendlichen die Sportart im Zuge des Projekts „Juggern statt prügeln“ vor drei Jahren erstmals angeboten. Sie wurde zum Selbstläufer: Inzwischen umfasst die lose Rotenburger Juggergemeinde 200 Menschen, auch wenn nicht alle aktiv sind. Das Projekt wurde mit einem Kriminalitäts-Präventionspreis des Landes Hessen ausgezeichnet. In Rotenburg fanden die ersten deutschen Meisterschaften statt.

Das Projekt ist nach drei Jahren ausgelaufen. Dem Kooperationsvertrag zufolge, den Bürgermeister Christian Grunwald, Dekanin Gisela Strohriegl und Schulleiterin Sabine Rimbach unerschrieben haben, wird Jugger in Rotenburg aber weiter angeboten.

Die Jakob-Grimm-Schule bietet zwei gut besuchte AGs an. Christin Holzhauer und Christoph Meyer leiten diese und werden dabei von Schulsozialpädagogin Thora Maentel-Pogodsky, Stadtjugendpfleger Markus Paul und Jugenddiakon Hans-Peter Thomas unterstützt.

Immer donnerstags treffen sich die Jugger-Spieler in der kleinen Turnhalle an der Jakob-Grimm-Schule. Monatlich finden größere Jugger-Ereignisse in wechselnden Turnhallen statt. Im kommenden Jahr, berichtet Markus Paul, werden die Rotenburger Jugger-Spieler voraussichtlich zu den zweiten deutschen Meisterschaften in Jena fahren. (zmy)

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