Erwartungen an die regionale Entwicklung 2017

Wirtschaft geht verhalten optimistisch in das neue Jahr

Hersfeld-Rotenburg. Die regionale Wirtschaft startet mit positiven Erwartungen ins neue Jahr. „Es gibt keinen Grund für Schwarzseherei“, macht beispielsweise Tobias Binder von der Industrie- und Handelskammer Hoffnung auf ein gutes Jahr 2017. Man müsse allerdings Gefahren am Horziont erkennen, sagt Binder mit Verweis auf die Weltpolitik.

Hans Wilhelm Saal von der Kreishandwerkerschaft sieht weder einen Einbruch der Wirtschaft nahen noch eine bedeutende Mehrdynamik. Die Erwartungen hätten sich leicht eingetrübt, meint hingegen Reinhard Faulstich von der Sparkasse Bad Hersfeld-Rotenburg, aber auch er rechnet nicht mit einem Einbruch. Der VR-Bankverein erwartet eine Fortsetzung der positiven Entwicklung. Die hohe Liquidität im Markt suche nach Anlagemöglichkeiten, die historisch günstige Finanzierung werde für Investitionen und neue Arbeitsplätze sorgen, meint Vorstand Thomas Balk.

Fachkräfte gesucht

Ob für diese Arbeitsplätze auch passende Fachkräfte zur Verfügung stehen, wird von einigen bezweifelt. In vielen Klein- und mittelständischen Betrieben in Handwerk und Industrie fehlten die Fachkräfte, erklärt Gewerkschaftssekretär Rolf Müller. Zusammen mit der Handwerkerschaft, IHK und der Agentur für Arbeit werde sich der DGB für die Qualifizierung von Flüchtlingen mit Bleibeperspektive einsetzen. Im Handwerk fehlen vor allem Frisöre, Bäcker und Metzger, aber auch das Bauhandwerk suche Fachkräfte. Saal sieht einen Abzug der kleinen Läden aus der Fläche in die Stadt. Ohne Fachkraft könne ein Bäcker sonntags keine Brötchen mehr verkaufen.

Die Einschätzung von 2016 reicht von „zufrieden“ (IHK und Handelskammer) bis zu einem „sehr erfolgreichen Jahr für die regionale Wirtschaft“ (VR-Bankverein). Auch die Sparkasse betont, die Mehrzahl der heimischen Unternehmen und Betriebe profitierte von einer guten bis sehr guten Auftragslage.

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Rubriklistenbild: © AP

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