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Wolf-Verdacht: Von Kuhkalb war nicht mehr viel übrig

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Von: Carolin Eberth

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In Baumbach wurde ein Kuhkalb gerissen, möglicherweise durch einen Wolf. (Symbolbild)
In Baumbach wurde ein Kuhkalb gerissen, möglicherweise durch einen Wolf. (Symbolbild) © Rainer Zirzow

Hat ein Wolf im Kreis Hersfeld-Rotenburg ein Kalb gerissen? Ein Landwirt ist besorgt: „Gerade weil die nächste Haustür auch nur 30 Meter entfernt ist.“

Baumbach – Ein frisch geborenes Kuhkalb fand Landwirt Falk Bürger am Montagmorgen (6. Juni) tot auf seiner Weide in Baumbach (Kreis Hersfeld-Rotenburg), die nur 30 Meter vom nächsten Wohnhaus entfernt liegt. Das Tier, welches bereits fast vollständig aufgefressen war, könnte von einem oder mehreren Wölfen gerissen worden sein, weshalb Rissgutachter Gerhard Becker verständigt wurde.

Noch am Montag nahm er an dem Kadaver DNA-Proben, die in etwa drei Wochen Aufschluss darüber liefern sollen, ob ein Wolf das Kalb gerissen hat. „Ich kann auf jeden Fall nicht ausschließen, dass es ein Wolf war. Mehr kann ich zum jetzigen Zeitpunkt allerdings noch nicht dazu sagen“, so Becker am Dienstag auf Nachfrage unserer Zeitung.

Wolf in Hersfeld-Rotenburg? Füchse könnten Laborergebnis beeinflussen

Merkwürdig sei jedoch, dass von dem etwa 35 Kilogramm schweren Kalb nur noch recht wenig übrig geblieben sei. Auszuschließen sei ebenfalls nicht, dass in der Nacht noch andere Nachnutzer wie Füchse an dem Riss gewesen seien, die auch das Laborergebnis beeinflussen könnten.

Landwirt nach möglichem Wolf-Riss in Hersfeld-Rotenburg in Sorge

Fest steht jedoch, dass das Kalb auf einer Weide stand, die mit einen 1,05 Meter hohen Stacheldrahtzaun gesichert war und Landwirt Falk Bürger nun in großer Sorge ist: „Das ist schon sehr beängstigend, gerade weil die nächste Haustür auch nur 30 Meter entfernt ist.“ (Carolin Eberth)

Zuletzt wurde ein neuer Wolf in der Region nachgewiesen. Das hatten Gutachter anhand einer DNA-Probe an einem gerissenen Rotwild bestätigt.

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