Zwischen fünf und acht Betriebe stellen pro Jahr ihre Produktion um

Zahl der Biobetriebe im Landkreis Hersfeld-Rotenburg steigt

Hersfeld-Rotenburg. Für viele Landwirte im Landkreis Hersfeld-Rotenburg ist die hohe Nachfrage nach ökologisch angebauten Lebensmittel ein Segen. Laut Landratsamt stellen jedes Jahr zwischen fünf und acht Betriebe ihre Produktion auf ökologischen Landbau um.

Hessen liegt mittlerweile mit 12 Prozent ökologisch bewirtschafteter Fläche bundesweit an der Spitze. So wurde Ende 2016 in Hessen eine Anbaufläche von 96 673 Hektar von 1982 Betrieben bewirtschaftet; 2010 waren es noch 76 920 Hektar.

Und dennoch haben es Landwirte, die auf Bio umstellen wollen, oft schwer. Um nötige Fördergelder zu erhalten, müssen die Betriebe diese beim Landkreis beantragen. Es gelte eine zweijährige Umstellungsphase, in der die Produkte noch nicht als Bio vermarktet werden dürfen, sagt Thomas Krenzer vom Landratsamt. Zudem müssen sich die angehenden Biolandwirte einer privaten Kontrollstelle anschließen. Für die betriebswirtschaftliche Beratung steht den Landwirten der Landesbetrieb Landwirtschaft Hessen zur Verfügung.

Allerdings bedeutet die Umstellung einen radikalen Umbruch, der vielen schwerfällt, die lange konventionell gearbeitet haben. Die Entscheidung, ob eine Umstellung sinnvoll ist, sei eine individuelle unternehmerische Entscheidung des einzelnen Landwirts, teilt Anke Roß vom Kreisbauernverband mit. Faktoren wie die Größe des Hofs und der landwirtschaftlichen Flächen sowie die Lage des Betriebs, spielten eine zentrale Rolle. Auch die Absatzwege müssten völlig neu bedacht werden, insbesondere der Markteintritt sei nicht ganz einfach.

Schließlich müssten die Landwirte selbst mit Kopf und Herz hinter der Umstellung stehen. Möglichkeiten sich zu informieren gibt es laut Ulrich Heinz, der seit 30 Jahren im Biogeschäft tätig ist, viele. (tsz)

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Rubriklistenbild: © picture-alliance/ dpa/dpaweb

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