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Ludwigsauer Feuerwehren: Zahl der Aktiven geht zurück

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Ausgezeichnet: Die Träger des Brandschutzehrenzeichens in Gold und Silber stellten sich gemeinsam mit den Vertretern von Gemeinde, Kreis und Feuerwehr-Organisationen zum Gruppenbild auf.
Ausgezeichnet: Die Träger des Brandschutzehrenzeichens in Gold und Silber stellten sich gemeinsam mit den Vertretern von Gemeinde, Kreis und Feuerwehr-Organisationen zum Gruppenbild auf. © Wilfried Apel

Auf gleich drei Berichtsjahre blickte Gemeindebrandinspektor Thorsten Ernst bei der Jahreshauptversammlung der Ludwigsauer Feuerwehr zurück.

Meckbach –Anlässlich des 90-jährigen Bestehens der Feuerwehr Meckbach fand sie in launiger Atmosphäre im Festzelt am alten, von Grund auf renovierten Feuerwehrgerätehaus statt. Von 235 männlichen und 49 weiblichen Aktiven waren 132 Feuerwehrleute aus den dreizehn Feuerwehrvereinen der Großgemeinde, denen 1453 Mitglieder angehören, anwesend. Wie so oft im Landkreis mussten auch sie zur Kenntnis nehmen, dass die Zahl der Aktiven rückläufig ist. „Ob das alleine an Corona liegt, sei dahingestellt“, konstatierte der Gemeindebrandinspektor. Die Gesellschaft verändere sich zunehmend zu einer Freizeitgesellschaft, in der man keine Zeit mehr habe für das Ehrenamt. Gerade deshalb gebühre den Betreuern der Kinderfeuerwehr und den Jugendwarten allergrößter Dank für ihre Arbeit, denn es sei sehr schwer, junge Leute für die Feuerwehr zu begeistern, wenn man mit ihnen nur „online“ üben könne.

Den Mitgliedern der Einsatzabteilungen bescheinigte Ernst angesichts coronabedingter Einschränkungen „diszipliniertes Handeln“. Trotz stark reduzierter Standortausbildung und eines auf Gemeindeebene bestehenden Vermischungsverbots sei die Ludwigsauer Feuerwehr zu jeder Zeit einsatzbereit gewesen – auch wenn es nur 79 einsatzbereite Atemschutzgeräteträger gebe, was bei Tageseinsätzen hoffentlich nie „zu heiklen Situationen“ führe. Wie Ernst weiter berichtete, seien die einzelnen Wehren im zurückliegenden Jahr 81-mal zu 31 Einsätzen ausgerückt. Insgesamt seien 825 Personalstunden zu verzeichnen gewesen, davon 207 bei sieben Brandeinsätzen und 535 bei 16 Hilfeleistungseinsätzen. Mit Blick auf den riesigen Gebäudezuwachs im Industriegebiet Mecklar/Meckbach teilte der oberste gemeindliche Brandbekämpfer mit, dass es für die Führungskräfte schon bald eine weitere Begehung geben werde.

Gemeindejugendfeuerwehrwart Stefan Albracht informierte darüber, dass es am Jahresende in fünf Kinderfeuerwehren 27 Mitglieder und in sechs Jugendfeuerwehren 77 Mitglieder gegeben habe. Soweit nur irgendwie machbar, sei ausgebildet worden. Als großen Erfolg hob Albracht hervor, dass die Rohrbacher Jugendfeuerwehr 2019 beim Landesentscheid in Hünfeld einen tollen 22. Platz belegt habe. Im Übrigen kündigte er nach über 20-jährigem Wirken für das kommende Jahr seinen Abschied an. Kreisbrandmeister Holger Möller vertrat den Fachdienst des Kreises und informierte über diverse Neuigkeiten, unter anderem über die jetzt geltende Feuerwehrorganisationsverordnung und darüber, dass der Kreis in gut einem Jahr ein Brandschutzerziehungsmobil erhalten soll, mit dem in Kindertagesstätten und Grundschulen für Nachwuchs geworben werden soll. (Wilfried Apel)

Vereidigung im Festzelt: Die Ludwigsauer Feuerwehr-Führungskräfte bei der offiziellen Amtseinführung.
Vereidigung im Festzelt: Die Ludwigsauer Feuerwehr-Führungskräfte bei der offiziellen Amtseinführung. © Wilfried Apel

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