Zahlungen und Empfänger aus dem Landkreis online einsehbar

EU zahlte Landwirten 13,8 Millionen Euro

Hersfeld-Rotenburg. Ohne Agrarsubventionen aus Brüssel könnten viele Landwirte im Landkreis Hersfeld-Rotenburg nicht überleben. Rund 13,8 Millionen Euro sind im Jahr 2016 in den Kreis geflossen. Im Jahr davor waren es 14,1 Millionen Euro, im benachbarten Schwalm-Eder-Kreis 19,4 Millionen Euro.

Die Zahlungsempfänger und exakten Auszahlungssummen können auch im Internet eingesehen werden. Die Bundesanstalt für Landwirtschaft und Ernährung hat eine Datenbank veröffentlicht, die darüber informiert, in welcher Höhe Landwirte EU-Subventionen erhalten haben. Dieses Vorgehen wird von den Landwirten und ihrer Interessensvertretung kritisch beurteilt. Der Landesverband hatte gegen die Veröffentlichung der Zahlen geklagt – allerdings ohne Erfolg, teilte Dr. Bernd Wenck, Geschäftsführer des Regionalbauernverbands mit. „In anderen Wirtschaftszweigen werden Subventionen auch nicht öffentlich gemacht“, moniert Anke Roß, Geschäftsführerin des Kreisbauernverbandes Hersfeld-Rotenburg.

Aus den blanken Zahlen sei nicht zu erkennen, wie groß ein Betrieb sei, welche Flächen bewirtschaftet würden und welche Leistungen für Naturschutz und Landschaftspflege erbracht worden seien. Auch die Verluste, die zum Beispiel Milchbauern wegen des Einbruchs der Milchpreise gehabt hätten, würden nicht genannt. So entstünde Unfrieden und Neid.

Profitiert von der EU-Förderung haben nicht nur landwirtschaftliche Betriebe, sondern auch sieben Städte und Gemeinden für Projekte, die den ländlichen Raum stärken. Insgesamt waren das 150 000 Euro.

Subventionen erhalten Landwirte in der EU unter anderem als Ausgleich für niedrige Lebensmittelpreise. Außerdem werden Betriebe gefördert, die etwas für den Tier- und Umweltschutz tun oder modernisiert werden. (zac/dag)

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Rubriklistenbild: © picture-alliance/ dpa

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