Mit Defizit geplant

Landrat Koch stellt Kreishaushalt 2021 vor: Zehn Millionen fürs Klinikum

Dr. Michael Koch im Porträt
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Dr. Michael Koch, Landrat Hersfeld-Rotenburg

Rund 31 Millionen Euro will der Landkreis Hersfeld-Rotenburg im kommenden Jahr investieren – davon sollen allein 10,1 Millionen Euro ins Klinikum Bad Hersfeld fließen.

Hersfeld-Rotenburg - Auch wenn die Corona-Krise in diesem Jahr vieles auf den Kopf gestellt habe, sei der Landkreis grundsätzlich gut aufgestellt, sagte Landrat Dr. Michael Koch (CDU) bei der Vorstellung des 632-seitigen Zahlenwerks im Kreistag in der Waldhessenhalle Bad Hersfeld. „Die finanzielle Ausgangslage für den Landkreis ist noch immer erträglich“, so Koch.

Unter dem Strich weist der Haushaltsentwurf, der in der Sitzung am 16. November im Parlament beraten und verabschiedet werden soll, ein Minus von 1,6 Millionen Euro auf, „welches wir allerdings mit vorhandener Liquidität ausgleichen können“.

Insgesamt sieht der Kreishaushalt 2021 ein Volumen in Höhe von 224 Millionen Euro vor, also 14 Millionen mehr als noch in diesem Jahr. Vorhersagen über die Höhe künftiger Einnahmen seien in diesem Jahr wegen der Pandemie schwerer zu treffen als üblich. „Die gegenwärtigen wirtschaftlichen Verwerfungen führen zu massiven Steuerausfällen, die den Landkreis mittelbar treffen“, sagte Koch. Die Kreisumlage, die die Gemeinden an den Landkreis zahlen, richte sich auch nach der von den Kommunen eingenommenen Gewerbesteuer. Diese sei vielerorts infolge der Corona-Krise dramatisch eingebrochen. Die Kreisumlage selbst soll 2021 unverändert bleiben, die Schulumlage leicht sinken. So würden die Kommunen um rund 390 000 Euro entlastet. „Ich hoffe, dass wir den Kommunen dadurch etwas Luft verschaffen.“

Gut ein Drittel der geplanten Investitionen macht eine erneut kräftige Eigenkapitalaufstockung für das wirtschaftlich schwer angeschlagene Klinikum aus. „Wir müssen bereit sein, kommunale Mittel in den Klinikkonzern zu geben“, sagte Koch. Ziel müsse es sein, handlungsfähig zu bleiben. „Das schließt das HKZ in Rotenburg ausdrücklich mit ein.“ (Sebastian Schaffner)

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