Zumba tanzen unter freiem Himmel

Keine Angst, nass zu werden: Trotz des schlechten Wetters haben die Teilnehmerinnen viel Spaß beim Tanzen.

Nentershausen. Laura Pschantka war bei der Open-Air-Zumba-Party die Vortänzerin in Nentershausen. Mehr als 70 Teilnehmer tanzten zusammen Zumba.

Selbst vom Regen ließen sich die Tänzerinnen nicht abschrecken: Die erste Open-Air-Zumba-Party auf dem Sportplatz in Nentershausen am Samstag war ein voller Erfolg.

70 Karten waren bereits im Vorfeld der Veranstaltung verkauft worden. „Daher entschieden wir uns für den Sportplatz als Austragungsort. Die Turnhalle im Ort wäre zu klein gewesen“, erklärt Roberto Linke, Vorsitzender des Turnvereins Germania Nentershausen.

Die Idee zu der Party hatte Laura Pschantka, die die Abteilung „Zumba“ beim Turnverein Germania leitet.

Beim Tanzen zeigt die Trainerin die Schrittfolgen, indem sie selbst tanzt und Handzeichen dazu gibt, zum Beispiel wie oft der jeweilige Schritt wiederholt werden soll. „Wir tanzen zu lauter Musik, daher kann ich nichts zurufen, sondern zeige lediglich.“ Eigene Interpretationen der Teilnehmer sind ausdrücklich erwünscht.

Die Verwaltungsfachangestellte ist Zumba-Instructor. „Meine Prüfung habe ich vor einem Jahr in Bensheim abgelegt“, berichtet die 23-Jährige. „Zum einjährigen Prüfungsjubiläum kam mir die Idee mit der Zumba-Party.“ Denn Zumba ist Laura Pschantkas Leben. „Zumba ist schweißtreibend, laut und voller Bewegung und Action. Es macht einfach riesigen Spaß, nach den Beats der Musik zu tanzen.“

Immer und überall getanzt 

„Schon als Kind habe ich immer und überall getanzt“, erklärt Pschantka ihre Leidenschaft für alles, was mit Bewegung zu tun hat. „Ich habe Hip-Hop getanzt, später Jazzdance, bis ich schließlich zum Zumba kam.“ Zumba ist für die 23-Jährige purer Rhythmus. „Beim Tanzen fühle ich die Musik und kann vollkommen abschalten.“ Nach acht Stunden Sitzen am Arbeitsplatz sei das eine willkommene Abwechslung. Von Vorteil sei, dass nicht jeder Schritt sitzen müsse, es nicht auf Synchronität ankomme. „Jeder soll das machen, was ihm Spaß macht.“

„Unsere Zumba-Abteilung hat über dreißig Teilnehmerinnen, die sich zweimal in der Woche zum Sport treffen“, berichtet Vorsitzender Linke. Unter dem Dach des Nentershäusers Turnvereins ist Zumba eine der beliebtesten Sparten. „Ab 13 kann man teilnehmen. Eine Altersobergrenze gibt es nicht“, so der Vorsitzende.

Über Ortsgrenzen bekannt 

Nach der Open-Air-Zumba-Party fand auf dem Sportplatz in Nentershausen noch eine After Show-Party statt. Dazu kamen auch „Feierwütige“ aus den Nachbardörfern. Denn Laura Pschantkas Zumba-Gruppe ist über die Ortsgrenzen hinaus bekannt. Für die Auftritte auf den Kirmesen in der Umgebung haben sich die Teilnehmerinnen extra einheitliche Shirts und Tops angeschafft. „Etwa 15 Tänzerinnen machen dabei mit“, freut sich Laura Pschantka. Und erklärt, dass es da schon auf Synchronität ankomme. „Denn gerade das Gesamtbild einer tanzenden Gruppe im gleichen Outfit kommt beim Publikum richtig gut an.“

Hintergrund: Sportart auch für Ältere

Zumba ist auch eine Sportart für Menschen über 50. „Seitdem ich regelmäßig Zumba tanze, geht es mir gesundheitlich wesentlich besser“, sagt die Nentershäuserin Edith Krämer, eine der älteren Teilnehmerinnen der Zumba-Party. Sie geht zweimal in der Woche zum Training und lässt es nur ausfallen, wenn mal ein ganz wichtiger anderer Termin in diese Zeit fällt. „Meine Kondition hat sich außerdem enorm verbessert.“ Die flotte und laute Musik gefalle ihr. „Ich kann so abschalten und kleine Wehwehchen einfach vergessen.“ Bei zeitgleicher, passender Ernährung könne man auch Gewicht dauerhaft reduzieren. Auch das sei ein Ansporn.

„Solange ich genauso gut mitkomme wie die Jungen, will ich auf jeden Fall dabei bleiben“, sagt Edith Krämer. Noch mache ihr das Tempo beim Zumba-Training gar nichts aus. „Im Gegenteil, nach dem Tanzen fühle ich mich munterer als vorher.“

Von Alexandra Koch

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